Im Gespräch mit KOSMO äußert sich FPÖ-Gemeinderat Ilija Tufegdzić zu steigenden Lebenshaltungskosten, Schwerpunkten der Wiener Stadtpolitik, zur Bedeutung der Balkan-Community sowie zu Sicherheit und Sozialleistungen.
KOSMO: Viele Familien aus der Balkan-Community in Wien sind von steigenden Preisen betroffen. Wie bewerten Sie diese Entwicklung?
Tufegdžić: Das stimmt, die Preissteigerungen bei Energie, Wohnen und Lebensmitteln belasten alle hart arbeitenden Familien auch die Community aus dem ehemaligen Jugoslawien. Die Verantwortung liegt bei der Wiener SPÖ unter Bürgermeister Ludwig, die mit ihrer Politik nichts gegen die steigenden Kosten unternimmt. Wir Freiheitliche wollen echte Entlastung: niedrigere Energiepreise, Schluss mit den Gebührenerhöhungen der Stadt und endlich Politik für die Menschen, die hier arbeiten und ihren Beitrag leisten.
Wie beurteilen Sie die derzeitigen finanziellen Schwerpunkte der Wiener Stadtregierung?
Tufegdžić: Die SPÖ steckt Millionen in Prestigeprojekte und Ideologien, etwa in überzogene Förderungen für sogenannte „LGBTQ-Programme“. Wir haben nichts gegen persönliche Lebensweisen, aber wenn Familien mit Kindern und pflegende Angehörige kaum über die Runden kommen, ist das schlicht die falsche Priorität. Das Geld gehört in Schulen, Kindergärten, Pflege und soziale Unterstützung für die, die es wirklich brauchen.

Welchen Stellenwert hat die Balkan-Community in Wien aus Ihrer Sicht für die Stadt?
Tufegdžić: Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Die serbische Community ist seit Jahrzehnten Teil Wiens. Viele Menschen mit serbischen Wurzeln sind in Handwerk, Pflege oder Gastronomie tätig, zahlen Steuern, leisten einen wertvollen Beitrag. Für uns ist klar: Wer hier arbeitet, sich integriert und unsere Sprache spricht, ist Teil dieser Stadt und verdient volle Anerkennung. Genau für diese Menschen wollen wir Politik machen.
Wie stehen Sie zu den aktuellen Regelungen rund um Sozialleistungen für Asylberechtigte?
Tufegdžić: Das ist eines der größten Ungerechtigkeiten. In vielen Familien arbeiten beide Elternteile 40 Stunden pro Woche und kämpfen trotzdem mit steigenden Kosten. Gleichzeitig zahlt Wien Mindestsicherung in Höhe von über 1000 Euro an Menschen, die nie etwas beigetragen haben und oft nicht arbeiten wollen. Das ist untragbar. Wir als FPÖ fordern: Sozialleistungen nur für jene, die auch eingezahlt haben. Leistung muss sich wieder lohnen – und nicht das Gegenteil.
„Für uns ist klar: Wer hier arbeitet, sich integriert und unsere Sprache spricht, ist Teil dieser Stadt.“
Welche Maßnahmen halten Sie für notwendig, um Parks und Spielplätze in Wien sicher zu gestalten?
Tufegdžić: Die Sorgen der Familien sind absolut berechtigt. Niemand möchte, dass Kinder beim Spielen von Gewalt oder Kriminalität bedroht werden. Leider hat die Wiener SPÖ jahrelang weggesehen und Sicherheitsprobleme in den Parks verdrängt. Wir Freiheitliche fordern hier klare Maßnahmen: mehr Polizei-Präsenz in den Grätzeln, null Toleranz gegenüber Jugendbanden, und konsequente Abschiebung von Straftätern ohne österreichische Staatsbürgerschaft. Sicherheit in den Parks und auf Spielplätzen ist keine Luxusfrage, sondern ein Grundrecht für alle Familien ob österreichisch, serbisch oder aus einer anderen Community.