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Impf-Held: Vučić für Friedensnobelpreis nominiert

(FOTO: zVg.)

Der Präsident der Republik Serbien Aleksandar Vučić wurde aufgrund seines „großherzigen und selbstlosen Einsatzes“ für den Balkan während der Corona-Krise für diesen prestigeträchtigen Preis nominiert.

In den vergangenen Wochen machte das serbische Staatsoberhaupt mehrfach internationale Schlagzeilen. Nicht nur die Tatsache, dass Serbien als großer Musterschüler hinsichtlich der Impf-Geschwindigkeit und -zahl gilt, sorgte für großes Interesse. Auch Vučićs „selbstlose“ Verteilungen von Impfdosen an Nachbarländer blieb international nicht unbemerkt.

Impfstoff nur für orthodoxe Brüder?
Während zu Beginn Serbien oftmals dafür kritisiert wurde, die Impfstoffe aus politischen Gründen an andere Nachbarn zu verschenken: man denke an Impfungen für Serben im Kosovo, die rund 8.000 Pfizer-Dosen für Nordmazedonien und Impfstoffgeschenke an die bosnisch-herzegowinische Entität Republika Srpska, die mehrheitlich von orthodoxen bosnischen Serben bewohnt wird.

Dass Belgrad keine geopolitischen Ziele verfolgt, beschwor auch die serbische Premierministerin Ana Brnabić. Im Interview für „Focus“ erklärte sie, dass es Serbien primär darum ging, „Leben zu retten“ und „nicht um Geopolitik“. „Zu keinem Zeitpunkt haben wir Impfstoffe politisiert und auch das Herkunftsland spielte keine Rolle, so lange der Impfstoff sicher war. Diese Ausgewogenheit und gute Partnerschaften haben sich in dieser Zeit zunehmend als nützlich erwiesen. Sie gaben uns die Möglichkeit, sowohl Impfstoffe aus dem Westen als auch von unseren Freunden in China und Russland zu erwerben“, so die serbische Premierministerin.

Vučić : „Wir waren alle Serben“
Der Präsident Serbiens, Aleksandar Vučić, stattete Sarajevo heute einen offiziellen Besuch ab. Er brachte 10.000 Impfstoffe mit, die Serbien an Bosnien und Herzegowina spenden wird. „Ich komme nach Sarajevo, nur zum Flughafen. Ich möchte etwas mitbringen, was allen unseren Balkanstaaten gehört.“ sagt Vučić für den bosnischen Avaz.

Er fügte hinzu, dass damit alle Stimmen verstummen lassen möchte, dass Belgrad nur Orthodoxen in der Nachbarschaft helfen möchte. „Wir sind alle ein Volk, ungeachtet der Religion, schließlich waren wir allen einmal Serben“, fügte Vučić hinzu.

Trump reicht Nominierung ein
Nur wenige Minuten, nachdem der ehemalige US-Präsident und enge politische Freund Donald Trump von Vučićs Geste hörte, reichte er bei der Schwedischen Akademie sofort eine Nominierung für den Friedensnobelpreis ein. „Aca ist ein guter Freund, ausgezeichneter Präsident und überaus humaner Mensch. Ich musste mir fast eine Freudenträne aus den Augen wischen, als ich von den Spenden an orthodoxe Nachbarstaaten hörte. Die christlichen Werte zu schützen hat oberste Priorität. Danach kommt erst der Rest und das hat er heute in Sarajevo bewiesen“, schreibt Trump in einer offiziellen Stellungnahme.

*Diese Nachricht hat satirischen Charakter*