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Storno-Schock

Iran-Krieg trifft Wiener Tourismus – Hotels bangen um Millionen

Iran-Krieg trifft Wiener Tourismus – Hotels bangen um Millionen
FOTO: iStock/Massimo Parisi
3 Min. Lesezeit |

Der Krieg im Iran trifft Wien mitten ins Herz – und das spüren Hotels und Reisebüros bereits deutlich in ihren Kassen.

Der Konflikt im Iran hinterlässt deutliche Spuren im Wiener Tourismus. Alexander Ipp, Landesvorsitzender der Hotelvereinigung Wien, spricht von einer „extremen Stornowelle„, mit der die Wiener Hotellerie derzeit konfrontiert sei. Reisen sei nicht nur kostspielig, „sondern auch extrem unsicher geworden“.

Bei Gästen aus dem Nahen, Mittleren und Fernen Osten – also jenen Märkten, die vom Krieg am stärksten betroffen sind – müssten Wiener Hotels Rückgänge zwischen 15 und 20 Prozent verkraften. Besonders große internationale Hotelketten seien davon betroffen, da sie ihren Gästekreis vorwiegend aus diesen Regionen beziehen.

Einbruch bei Buchungen

Konkrete Zahlen liefert das Hotel „The Harmonie Vienna“: Eigentümerin und Geschäftsführerin Sonja Wimmer berichtet, dass die Buchungen aus dem arabischen Raum innerhalb der vergangenen 30 Tage um 80 Prozent eingebrochen seien, jene aus Israel sogar um mehr als 80 Prozent. Bei asiatischen Gästen sei die Lage noch drastischer: „und Gäste aus den asiatischen Ländern, da verzeichnen wir einen Totalausfall.“

Zwar hätten in den vergangenen Wochen vermehrt Gäste aus anderen europäischen Ländern das Hotel aufgesucht, doch deren Aufenthalte seien wirtschaftlich weniger ertragreich, betonte Wimmer. Während ein Gast aus den Arabischen Emiraten täglich rund 530 Euro ausgebe, liege der Durchschnittswert bei österreichischen Gästen bei 179 Euro pro Tag.

Touristen auf dem Wien-Stephansplatz berichteten gegenüber „Wien heute“, dass sie ihre ursprünglich geplanten Reisen in die Türkei oder nach Japan kurzfristig umgeplant und stattdessen Wien als Reiseziel gewählt hätten. Die österreichische Hauptstadt gelte als sichere Destination, was die Entscheidung für Wien erleichtert habe. Hinzu komme die Unsicherheit, ob aufgrund des Kriegs die regulären Flugpläne überhaupt eingehalten werden könnten.

Ausreise betroffen

Auch auf der Ausreiseseite zeigt sich ein ähnliches Bild. Im Reisebüro am Wien-Kärntner Ring sind die Buchungszahlen derzeit rückläufig, zahlreiche Wienerinnen und Wiener haben ihre Urlaubspläne bereits geändert.

Filialleiter Peter Hauptmann von Kuoni macht deutlich, dass die Auswirkungen weit über die unmittelbar betroffenen Krisenregionen hinausgehen: „Es ist fast alles betroffen, weil wenn jemand über Dubai auf die Malediven fliegt oder nach Thailand, dann ist das auch betroffen, dann muss man schauen, eine andere Fluglinie zu suchen und etwas zu finden.“ Zu den derzeit gefragteren Reisezielen für den Osterurlaub zählen westlich gelegene Destinationen wie die Kanarischen Inseln oder Spanien. Welche Konsequenzen die aktuelle Lage für das Sommerreisegeschäft haben wird, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht einschätzen.

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KO KOSMO-Redaktion
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