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Neue Gebühr

Jetzt trifft es auch Pensionisten: Neuer Abzug kommt im November

Jetzt trifft es auch Pensionisten: Neuer Abzug kommt im November
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Mehr als zwei Millionen Pensionisten trifft im November eine neue Abzugsregel – ausgerechnet in einem Monat ohne Sonderzahlung.

Österreichs Pensionistinnen und Pensionisten werden im November mit einer weiteren finanziellen Einbuße konfrontiert – und das, obwohl bereits feststeht, dass die Pensionsanpassung für das Jahr 2027 für viele Betroffene hinter den Erwartungen zurückbleiben wird. Denn erstmals werden auch Ruheständler zur Zahlung der e-Card-Gebühr verpflichtet, die bisher ausschließlich Beschäftigte betraf. Einzig jene Personen, die eine Ausgleichszulage beziehen, sind von dieser Neuregelung ausgenommen.

Insgesamt sind damit mehr als zwei Millionen Pensionisten in Österreich betroffen. Laut Dachverband der Sozialversicherungsträger wird die Gebühr gemeinsam mit der Novemberpension 2026 eingehoben und gilt für das Kalenderjahr 2027. Die Pensionsversicherungsanstalt bestätigt, dass der entsprechende Betrag voraussichtlich direkt von der Novemberauszahlung abgezogen wird.

Ungünstiger Abzugszeitpunkt

Besondere Brisanz erhält diese Regelung durch den Zeitpunkt des Abzugs: Pensionisten erhalten ihre doppelte Pension bereits im Oktober, sodass die e-Card-Gebühr einen Monat später fällig wird – ohne dass eine Sonderzahlung diesen Ausfall abfedern würde. Arbeitnehmer hingegen können die Belastung in der Regel mit dem im November ausgezahlten Weihnachtsgeld ausgleichen. Konkret beläuft sich die Gebühr im laufenden Jahr auf 26,85 Euro.

Bereits im Vorjahr war sie deutlich angehoben worden – von 13,80 auf 25 Euro. Für 2026 steigt sie erneut, diesmal moderat im Rahmen der regulären Aufwertungszahl.

Angespannte Haushaltslage

Der Zeitpunkt dieser Zusatzbelastung trifft viele Pensionisten in einer ohnehin angespannten Lage. Die Sparmaßnahmen der Bundesregierung sorgen bereits seit Längerem für Unmut: Die Pensionserhöhung für das kommende Jahr wird für zahlreiche Betroffene unterhalb der Inflationsrate liegen, und auch der Krankenversicherungsbeitrag für Pensionisten wurde bereits erhöht – was je nach Pensionshöhe Mehrkosten von mehreren hundert Euro im Jahr bedeuten kann. Die Regierung verweist auf die angespannte Haushaltssituation.

Finanzminister Markus Marterbauer ist im Zuge des Doppelbudgets auf der Suche nach weiteren Milliardeneinsparungen, wobei Pensionisten erneut zu jenen Gruppen zählen, die einen Beitrag zur Budgetkonsolidierung leisten sollen.

Wer die Höhe seiner künftigen Bezüge nach der Pensionsanpassung 2027 berechnen möchte, kann dafür den Pensionsrechner auf Finanz.at nutzen. Die steuerliche Entlastung durch die teilweise Abschaffung der kalten Progression ist in diesem Rechner noch nicht eingearbeitet, da die entsprechenden Werte bislang nicht veröffentlicht wurden. Noch im laufenden Jahr werden Pensionistinnen und Pensionisten durch steigende Gebühren erneut zusätzlich belastet, wobei die Abrechnung voraussichtlich im November 2026 erfolgt.

Alle weiteren Details dazu sind auf Finanz.at abrufbar.

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KO KOSMO-Redaktion
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