Start NEWS POLITIK „Jugoslawien war eine Träumerei. Heute lebt man besser als früher.“
KROATIEN

„Jugoslawien war eine Träumerei. Heute lebt man besser als früher.“

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(FOTO: zVg.)

Die kroatische Präsidentin schlägt allen Jugo-Nostalgikern vor, einen Tag im alten Jugoslawien zu verbringen, um zu sehen, wie beraubt man dort gelebt hat.

Kolinda Grabar-Kitarović verlautbarte, dass man heute in Kroatien viel besser lebe als im ehemaligen Jugoslawiens. Wenn jemand heute nur einen Tag unter der sozialistischen Tito-Regierung leben würde, würde sofort sehen, dass man vieler Freiheiten beraubt war.

Im Interview für die „Kleine Zeitung“ sprach die Präsidentin davon, dass Kroaten ihren eigenen Staat bereits seit tausend Jahren geträumt hätten. Zuerst unter den Habsburgern, dann während des Königreiches Jugoslawien, daraufhin nach dem Zweiten Weltkrieg und während der „auferlegten“ Regierung der Kommunisten.

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Kürzlich veröffentlichte der Politikwissenschaftler und (Süd-)Osteuropaexperte Phil Butler einen Artikel für New Easter Outlook, in welchem er hart mit dem Westen und der NATO abrechnet.

Mit Franjo Tuđman, dem ersten Präsidenten der selbstständigen Republik Kroatien hätten sich die Kroatien im Jahr 1992 den Traum erfüllt.

Auf die Frage, weshalb die Bürger Kroatien nostalgisch gegenüber Jugoslawien seien, antwortete Grabar-Kitarović, dass den Menschen eingetrichtert wurde, dass ein Leben in Jugoslawien wunderbar sei.

„Jugoslawien war eine Utopie“, so die Präsidentin und fügte hinzu, dass Josip Broz Tito, die Kommunisten und damaligen Medien Jugoslawien als Land der Träume propagierten.

„Jeder hatte ein Gehalt, unabhängig davon, ob er gearbeitet hat oder nicht.“ Ebenso hätte Jugoslawien Unmengen an Geld an Großprojekte verschwendet, um die Welt davon zu überzeugen, dass das Land eine Industrienation sei.

Sie ist zudem der Überzeugung, dass der Nationalismus nicht das Grab Jugoslawiens gewesen sei. „Nationalismus war der Katalysator. Wir, Kroaten und Slowenen, wollten ein besseres Leben, da wir Teil der westlichen Welt sein wollten und über das Geld, welches wir verdienen, frei verfügen wollen.“