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Regulierungsstreit

Kein Lenkrad, keine Pedale: Tesla unter Druck

Kein Lenkrad, keine Pedale: Tesla unter Druck
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Teslas Robotaxis rollen durch Austin – doch ohne Lenkrad und Pedale geraten sie nun ins Visier der US-Behörden.

Die US-Verkehrsaufsicht NHTSA hat Tesla ins Visier genommen: Der Elektroautohersteller steht unter Druck, weil seine in Austin/Texas eingesetzten Robotaxis gegen geltende Sicherheitsvorschriften verstoßen. Am 4. September 2026 teilte die Behörde mit, dass sie die Selbstzertifizierung des Cybercab als verkehrssicher prüft.

Seit Anfang September sind die sogenannten Cybercabs des Unternehmens in Austin unterwegs – allerdings ohne Lenkrad und ohne Pedale. Genau das bereitet den Behörden Kopfzerbrechen, denn US-Vorschriften schreiben zwingend eine per Fuß bedienbare Bremse vor. Tesla hat nun bis Ende September Zeit, gegenüber der Aufsichtsbehörde darzulegen, wie die Fahrzeuge trotz fehlender Steuerelemente den gesetzlichen Sicherheitsanforderungen entsprechen.

Branche im Vergleich

Andere Unternehmen in diesem Bereich gehen einen anderen Weg: Waymo etwa hat in seinen Robotaxis Lenkrad und Pedale beibehalten, um Rettungskräften im Notfall die Möglichkeit zu geben, manuell einzugreifen. Die Amazon-Tochter Zoox hingegen setzt ähnlich wie Tesla auf Fahrzeuge ohne klassische Bedienelemente, verfügt dafür aber über eine behördliche Ausnahmegenehmigung für bis zu 2.500 Fahrzeuge.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft Teslas Entscheidung, bei der Navigation ausschließlich auf Kameras zu setzen und auf den Einsatz von Laser-Radaren zu verzichten, die in der Branche als zuverlässiger gelten. Experten halten diesen Ansatz für sicherheitstechnisch unzureichend.

Drohende Strafen

Kommt Tesla seiner Erklärungspflicht nicht nach oder können die Antworten die NHTSA nicht überzeugen, drohen dem Unternehmen Strafen von bis zu 139 Millionen Dollar. Die NHTSA untersucht nach Angaben vom 4. September 2026 rund 1.000 Tesla-Cybercabs. Trotz wiederholter Ankündigungen hat Tesla bislang nur eine sehr geringe Anzahl vollständig autonom fahrender Fahrzeuge auf öffentliche Straßen gebracht.

CEO Elon Musk hält unterdessen an seiner Position fest, dass die kamerabasierte Technologie für einen sicheren Betrieb ausreicht.

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KO KOSMO-Redaktion
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