Nach dem Tod einer Patientin mit Aortenriss in Oberösterreich nimmt eine hochkarätig besetzte Expertenkommission die Aufklärungsarbeit auf.
Nach der Konstituierung der Expertenkommission für Klinisches Notfallmanagement und Kommunikation beginnt nun die Aufklärungsarbeit zum tragischen Todesfall im Krankenhaus Rohrbach. An der Spitze des unabhängigen Gremiums steht Friedrich Pammer, ehemaliger Direktor des Landesrechnungshofs. Wie am Mittwoch per Presseaussendung mitgeteilt wurde, nimmt die Kommission ihre Arbeit am 28. November auf.
Der Fall, der eine breite Debatte über die Strukturen im Gesundheitswesen auslöste, ereignete sich Mitte Oktober. Eine 54-jährige Patientin wurde mit einem Aorteneinriss (Riss der Hauptschlagader) ins Krankenhaus Rohrbach eingeliefert. Obwohl eine Verlegung in eine Spezialklinik medizinisch notwendig gewesen wäre, fand sich kein Platz für die zeitkritische Behandlung. Die Frau verstarb, was grundlegende Fragen zu Kapazitäten und Abläufen im Gesundheitssystem aufwarf.
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Hochkarätige Besetzung
Die oberösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander veranlasste daraufhin eine umfassende Prüfung. Neben Pammer und Jakob Hochgerner, dem Leiter der Abteilung Gesundheit beim Land Oberösterreich, wurden am Mittwoch weitere hochrangige Mitglieder der Kommission bekanntgegeben: Brigitte Ettl, die als Präsidentin der Plattform für Patientensicherheit und frühere Ärztliche Direktorin des Krankenhauses Wien-Hietzing fungiert; der Chirurgie-Professor Friedrich Herbst von der Sigmund Freud Privatuniversität; Tilman Königswieser, stellvertretender Vorsitzender des oberösterreichischen Landessanitätsrats und Ärztlicher Direktor des Salzkammergutklinikums; Stefan Schaller, Professor für Anästhesie und Intensivmedizin sowie Leiter der Klinischen Abteilung für Allgemeine Anästhesie und Intensivmedizin an der Medizinischen Universität Wien; und Daniel Zimpfer, Professor für Herzchirurgie und Leiter der Universitätsklinik für Herz- und Thorakale Aortenchirurgie an der Medizinischen Universität Wien.
Ziele der Untersuchung
Die Bewertung des Falls soll sich an bestehenden Richtlinien und Standards orientieren, jedoch auch aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und Maßstäbe einer optimalen medizinischen Versorgung berücksichtigen. Zu den zentralen Aufgaben der Kommission gehört es, mögliche Fehlleistungen transparent zu machen und konkrete Verbesserungsvorschläge für die verantwortlichen Entscheidungsträger zu erarbeiten.
Zu den zentralen Aufgaben der Kommission gehört es, mögliche Fehlleistungen transparent zu machen und konkrete Verbesserungsvorschläge für die verantwortlichen Entscheidungsträger zu erarbeiten.
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