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Skiparadies

Über 300 Pistenkilometer: Hier liegt Österreichs größtes Skigebiet

Skigebiet_Oesterreich
FOTO: iStock

Wo Kaiser Franz Joseph den Grundstein legte, verbinden heute modernste Bahnen ein alpines Imperium: Am Arlberg erstreckt sich Österreichs größtes Skiparadies über 50 Quadratkilometer.

An der Grenze zwischen Vorarlberg und Tirol erstreckt sich Österreichs flächenmäßig größtes zusammenhängendes Skigebiet. Ski Arlberg, das seit der Wintersaison 2016/17 in seiner heutigen Form existiert, umfasst etwa 50 Quadratkilometer und überwindet mehr als 1500 Höhenmeter bis zum Vallugagipfel auf 2811 Metern.

Das weitläufige Areal verbindet mehrere renommierte Ortschaften: Sankt Anton am Arlberg, Sankt Christoph am Arlberg, Stuben am Arlberg, Lech am Arlberg, Zürs am Arlberg, Warth am Arlberg, Schröcken, Klösterle am Arlberg, Oberlech, Stubenbach und Zug. Geografisch umspannt es Abschnitte des Hochtannberggebiets, des Klostertals und des Stanzertals. Die Skiregion gliedert sich in drei Hauptbereiche: Ski Arlberg Ost mit Sankt Anton am Arlberg, Sankt Christoph am Arlberg und Stuben am Arlberg; Ski Arlberg West mit Lech am Arlberg und Zürs am Arlberg; sowie Snow World Warth-Schröcken.

Die vollständige Verbindung dieser Gebiete gelang durch die Errichtung der Flexenbahn in der Saison 2016/17. Bereits seit 2013/14 besteht die Verbindung zwischen Lech am Arlberg und Warth am Arlberg durch den Auenfeldjet, eine 10er-Kabinenbahn.

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Pistenvielfalt

Das Skigebiet bietet insgesamt 305 Kilometer präparierte Pisten – davon 130 Kilometer leichte, 122 Kilometer mittelschwere und 51 Kilometer anspruchsvolle Abfahrten. Hinzu kommen rund 200 Kilometer Gelände für Freerider (Tiefschneefahrer). Neben diesen Hauptarealen gehören auch kleinere Skigebiete im Lechtal zum Verbund Ski Arlberg: die Jöchlspitze in Bach, die Familienskilifte Stanzach, der Gföllberglift in Holzgau, die Skilifte Knittel in Elbigenalp sowie das Skigebiet Sonnenkopf zwischen Klösterle am Arlberg und Dalaas.

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Die Wintersporttradition am Arlberg reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Mit der Eröffnung der Arlbergbahn durch Kaiser Franz Joseph I. im Jahr 1884 wurde die Region erstmals leichter zugänglich. 1901 folgte die Gründung des Skiclub Arlberg, und 1936 nahm in Zürs am Arlberg der erste Schlepplift Österreichs seinen Betrieb auf.

Über das klassische Pistenangebot hinaus verfügt Ski Arlberg über vielfältige Einrichtungen für verschiedene Wintersportaktivitäten. Dazu zählen die Funparks „Funslope am Galzig” und „Stanton Park” mit Kickern, Rollern, Rails und Boxen, die Riesentorlaufstrecke „Rendl Race” sowie eine 4,3 Kilometer lange Naturrodelbahn vom Gampen nach Nasserein, die zweimal wöchentlich auch abends beleuchtet wird.

Legendäre Abfahrten

Die markanteste Abfahrt des Gebiets ist „Der weiße Rausch”. Sie führt vom Vallugagrat über 1350 Höhenmeter an der Ulmer Hütte vorbei durch das Steißbachtal nach Sankt Anton am Arlberg und erstreckt sich über etwa neun Kilometer. Eine weitere Besonderheit ist der „Weiße Ring”, eine 22 Kilometer umfassende Skirunde mit fünf Abfahrten, fünf Seilbahnen, einem Intensivaufstieg und einer Skitour.

Vom Startpunkt am Rüfikopf bis zum Ziel in Lech am Arlberg überwinden Skifahrer 5.500 Höhenmeter. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums dieser Skirunde wurde in der Saison 2005/06 erstmals das Rennen „Der Weiße Ring” ausgetragen.

Den aktuellen Streckenrekord hält seit 2010 der Tiroler Markus Weiskopf mit einer Zeit von etwa 44 Minuten und 10 Sekunden.