Cristiano Ronaldo soll bei seinem saudischen Klub Al-Nassr zunehmend unzufrieden sein und erwägt offenbar einen Abschied. Der portugiesische Superstar fehlte am Montag beim 1:0-Sieg gegen Al-Riyadh im Kader. Verschiedene Medien berichten sogar von einem Streik des 40-Jährigen, der Einsätze boykottieren soll.
Hintergrund der Verstimmung ist offenbar ein Konflikt mit der Vereinsführung, insbesondere mit dem saudischen Public Investment Fund (PIF). Der Europameister von 2016, der bei seiner Vertragsverlängerung auch 15 Prozent der Klubanteile erhielt, vermisst demnach Investitionen in den Kader. Während Al-Nassr auf dem Transfermarkt kaum in Erscheinung trat, rüstete Konkurrent Al-Hilal, ebenfalls unter PIF-Kontrolle, kräftig auf und holte unter anderem Stürmerstar Karim Benzema.
Wechseloptionen diskutiert
Erst im Sommer hatte Ronaldo seinen Vertrag bei Al-Nassr bis 2027 verlängert. Laut dem portugiesischen Blatt „Record“ denkt der Angreifer nun über einen Wechsel im kommenden Sommer nach. Ein Transfer im Winter steht dagegen nicht zur Debatte.
Als mögliche Optionen gelten eine Rückkehr nach Europa oder ein Wechsel in die nordamerikanische MLS. Die Ausstiegsklausel für den Routinier beträgt 50 Millionen Euro. In den USA sollen Los Angeles FC und Inter Miami, wo er auf seinen langjährigen Rivalen Lionel Messi treffen würde, Interesse signalisiert haben. Auch eine emotionale Rückkehr zu seinem Jugendverein Sporting Lissabon wird als Möglichkeit gehandelt.
Entscheidung naht
Ob sich die Wogen zwischen Ronaldo und seinem Klub wieder glätten, könnte sich bereits am Freitag zeigen.
Dann steht für Al-Nassr das Liga-Spitzenspiel gegen Al-Ittihad an – einen weiteren Verein im Portfolio des saudischen Staatsfonds.