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Haushaltsdebatte

Keine Gehaltserhöhungen mehr? So soll Österreich sparen

Keine Gehaltserhöhungen mehr? So soll Österreich sparen
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2 Min. Lesezeit |

In Österreich fordert der Fiskalrat Bürger zur Budgetstabilisierung auf. Trotz Wirtschaftsrückgang steigen die Einkommen, was Experten als problematisch erachten.

Inmitten der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen in Österreich hat der Fiskalrat eine klare Botschaft an die Bevölkerung gerichtet: Auch die Bürgerinnen und Bürger sollen zur Stabilisierung des Budgets beitragen. Diese Aufforderung erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Sparmaßnahmen bereits jeden Einzelnen mehrere hundert Euro kosten. Trotz eines Rückgangs der Wirtschaftsleistung steigen die verfügbaren Einkommen, was aus Sicht des Fiskalrats unverständlich erscheint.

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Holler und Lohnverhandlungen

Johannes Holler, ein Ökonom des Fiskalrats, unterstreicht die Notwendigkeit von Zurückhaltung bei den bevorstehenden Lohnverhandlungen. Bereits am Donnerstag, dem 27. März, hatten Gabriel Felbermayr, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo), und Holger Bonin, Chef des Instituts für Höhere Studien (IHS), bei der Präsentation ihrer Konjunkturprognose eine ähnliche Empfehlung geäußert. Holler unterstützt diese Haltung und schlägt vor, dass der Staat mit gutem Beispiel vorangeht, indem er die Gehaltserhöhungen für Beamte moderat gestaltet. In der ZiB am Freitag, dem 28. März, betonte Holler: „Ein Prozentpunkt Abschluss unter der Inflationsrate würde den öffentlichen Haushalt um circa 600 Millionen entlasten.“

Die Gewerkschaft GPA lehnt diesen Ansatz jedoch ab. Barbara Treiber von der GPA warnte, dass Lohnzurückhaltung zu weniger Konsum führe, was wiederum die Wirtschaft belaste. Holler entgegnet dieser Ansicht und spricht von einem Missverständnis über die Auswirkungen der Krise. Er betont, dass die Krise sich auch in den verfügbaren Einkommen der Haushalte niederschlagen wird.

Inflation und Gehälter

Felbermayr und Bonin kritisieren die enge Koppelung von Gehältern, Löhnen, Mieten und Sozialleistungen an die Inflation als „eine österreichische Besonderheit“. Bonin bezeichnet dies als einen „Standortnachteil“ und empfiehlt, die Erhöhungen von Pensionen und Gehältern im öffentlichen Sektor unter der Inflationsrate zu halten, um das Budget zu entlasten. Auch bei den Kollektivvertragsverhandlungen solle die Gewerkschaft mehr Zurückhaltung bei Lohnerhöhungen zeigen.

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KO KOSMO-Redaktion
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