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Sicherheitstest

Kindersitz-Test: Nur drei Modelle erhalten „gut“

Kindersitz-Test: Nur drei Modelle erhalten „gut“
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Sicher angeschnallt oder doch ein Risiko? Ein neuer Kindersitztest liefert alarmierende wie ermutigende Ergebnisse zugleich.

Drei von 16 im ÖAMTC-Test geprüften Autokindersitzen wurden mit der Note „gut“ bewertet – dem besten im Test vergebenen Ergebnis. Ein Modell hingegen bestand die Prüfung nicht: Ein schwerwiegender Sicherheitsmangel führte zur Beurteilung „Nicht genügend“.

Gefährlicher Sitzfehler

Der betroffene Hersteller reagierte darauf mit einem Umtausch- und Rückgabeangebot, nachdem sich die Babyschale im Crashtest von ihrer Isofix-Basis gelöst hatte. „Ein Modell ist mit ‚Nicht genügend‘ durchgefallen: Beim Frontalcrash löste sich die Babyschale Kinderkraft Mink Pro 2 von ihrer Isofix-Basis Mink FX2 und wurde durch das Fahrzeug geschleudert“, analysierte ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl die am Dienstag vorgestellten Ergebnisse.

Bereits Anfang April hatten der Mobilitätsclub und seine Partnerorganisationen über das betroffene Produkt informiert, um frühzeitig warnen zu können. „Der Hersteller hat direkt und vorbildlich reagiert und bietet seither die Rückgabe oder einen Umtausch des betroffenen Produkts an“, sagte Kerbl nun. Das baugleiche Modell ohne Isofix-Basis – also bei Sicherung über den Fahrzeuggurt – erzielte dabei ein solides „Befriedigend“.

Das Gros der getesteten Modelle zeigte vor allem bei der Umweltverträglichkeit überzeugende Werte, während Schwächen beim Einbau und in Sicherheitsbelangen zu Abwertungen führten. Neben den drei mit „gut“ bewerteten Sitzen erhielten zehn Modelle die Note „Befriedigend“, zwei weitere wurden lediglich als „genügend“ eingestuft.

Stärken und Schwächen

Die Testkriterien des ÖAMTC gehen deutlich über jene der gesetzlich vorgeschriebenen Zulassungsprüfung hinaus. Das erklärt laut dem Experten, weshalb Produkte mit der Bewertung „Nicht genügend“ dennoch weiterhin im Handel erhältlich sein können. Die Auswahl empfehlenswerter Kindersitze sei jedoch in allen Altersgruppen und Preisklassen groß: „Bei den mit ‚gut‘ beurteilten Testsiegern ist neben den mittel- bis höherpreisigen Modellen Sirona Ti und Pallas G3 von Cybex mit dem Kinderkraft Junior Fix 2 i-Size auch ein sehr günstiger Testkandidat zu finden“, so Kerbl.

Die mit „Befriedigend“ bewerteten Sitze wiesen ein sehr unterschiedliches Stärken-Schwächen-Profil auf. Positiv hervorzuheben sei die Entwicklung in puncto Schadstoffe und Umweltverträglichkeit: „Durchgehend positive Ergebnisse haben wir vor allem in Hinblick auf Umweltverträglichkeit und Schadstoffe – das war nicht immer so und ist durchaus eine positive Überraschung“, sagte der Experte.

Zu den beiden mit „genügend“ bewerteten Modellen im Detail: Der Lionelo Lavender i-Size sei auf einen besonders langen Nutzungszeitraum ausgelegt, was konstruktionsbedingte Kompromisse beim Einbau mit sich bringe und sich letztlich auf die Sicherheitsbewertung auswirke. „Sowohl im Front- als auch im Seitencrash haben wir ein erhöhtes Verletzungsrisiko festgestellt, was letztlich zur Abwertung von ‚befriedigend‘ auf ‚genügend‘ geführt hat.“ Beim Axkid Minikid 4 Pro, einem der preisintensiveren Modelle im Testfeld, lagen die Sicherheitswerte hingegen kaum im kritischen Bereich – problematisch war vielmehr der als „aufwendig, platzintensiv und fehleranfällig“ beschriebene Einbauvorgang.

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KO KOSMO-Redaktion
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