Der März spielt verrückt: Im Südwesten der USA bricht die Hitze Rekorde, die seit Jahrzehnten – teils seit über 70 Jahren – unangetastet geblieben waren.
Im Südwesten der Vereinigten Staaten sorgt eine ungewöhnliche Hitzewelle mitten im März für eine Serie gebrochener Temperaturrekorde. Betroffen sind unter anderem Phoenix, San Diego, Los Angeles, Las Vegas und San Francisco. In Phoenix stieg das Thermometer auf 40,6 Grad Celsius – ein Wert, der für diese frühe Jahreszeit seit fast vier Jahrzehnten nicht mehr verzeichnet worden war.
Wegen der gesundheitlichen Risiken durch die extreme Hitze wurden Wanderwege rund um die Stadt vorsorglich gesperrt. Las Vegas registrierte mit 35 Grad ebenfalls einen neuen März-Rekord. Insgesamt liegen die aktuellen Temperaturen in der Region 20 bis 30 Grad über dem für diese Jahreszeit typischen Niveau. Eine leichte Abkühlung wird erst ab Sonntag erwartet.
Nationaler Rekord
Den absoluten Höchstwert verzeichnete Arizona: In einer Wüstenregion nahe Martinez Lake im Yuma Desert an der Grenze zu Kalifornien kletterte das Thermometer am Donnerstag auf 43,3 Grad Celsius. Damit wurde ein neuer nationaler März-Rekord für die USA aufgestellt. Der bisherige Spitzenwert von 42,2 Grad stammte aus dem Jahr 1954 – er war bereits am Vortag eingestellt worden, ehe nun der neue Extremwert folgte.
Kaliforniens Extremwerte
Laut einem Bericht von ABC News wurden auch in Kalifornien mehrere Orte mit Temperaturen um die 42 Grad gemessen, darunter Cathedral City nahe Palm Springs sowie Thermal nordöstlich von Palm Springs. Besonders bemerkenswert ist der Zeitpunkt: Die Hitzewelle traf die Region am letzten Tag des meteorologischen Winters.
Für Thermal wurden zudem für Freitag Temperaturen von bis zu 43,3 Grad prognostiziert. Der US-Wetterdienst verdeutlichte die Ausnahmesituation mit einem Vergleich: „Zum Vergleich: Der erste Tag mit 40 Grad im Jahr wird normalerweise erst am 22. Mai erreicht.“