Mit Anja Windl, 27 Jahre alt, und Laila Fuisz, 23 Jahre alt, traten zwei junge Frauen ihre Ersatzhaftstrafe an. Die beiden Aktivistinnen, die sich für die Klimakrise einsetzen, sehen sich nun mit einer 42-tägigen Haftstrafe konfrontiert.

Anja Windl – aka Klima-Shakira – teilte kurz vor ihrem Haftantritt mit, dass ihre größte Sorge nicht die bevorstehende Haft, sondern die zunehmende Eskalation der Klimakrise sei. Sie verwies auf extreme Wetterereignisse, die bereits große Teile Süddeutschlands sowie Regionen in Ober- und Niederösterreich und Vorarlberg in Mitleidenschaft gezogen haben.
🔐🦺Am heutigen "Welt-Umwelt-Tag" befinden sich nun fünf Klimaschützer:innen in Haft.
— Letzte Generation Österreich (@letztegenAT) June 5, 2024
👉 Anja Windl & Laila Fuisz werden mehrer Wochen in einer Zelle verbringen. Und das, während ganz Süddeutschland, OÖ, NÖ und Vorarlberg von Klimakatastrophenunwettern überschwemmt wird. pic.twitter.com/yrLLYlN8JD
Für Windl ist es ein Paradoxon, dass diejenigen, die auf die drängenden klimatischen Veränderungen aufmerksam machen wollen, hinter Gittern enden.
Drei Grad wärmere Welt
Windls Kollegin, Laila Fuisz, hingegen betonte die drastischen Konsequenzen einer Welt, die um drei Grad wärmer wird, ein Szenario, das nach Aussagen renommierter Klimaforscher wie Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber das Ende der menschlichen Zivilisation bedeuten könnte. Nur wenige Stunden vor ihrem Haftantritt reflektierte Fuisz über die Signifikanz ihres Engagements im Vergleich zu den potenziell katastrophalen Auswirkungen der globalen Erwärmung.