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Zuschüsse: So könnt ihr mehr als 900 Euro bekommen

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(FOTO: iStock)

In Österreich laufen einige Antragsfristen für Zuschüsse, die Haushalten über 900 Euro bringen können, nur noch wenige Wochen. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind dabei teils erheblich.

In Österreich gibt es sowohl bundesweite als auch länderspezifische Zuschüsse, die insbesondere finanziell schwächere Haushalte unterstützen sollen. Viele dieser Zuschüsse laufen bald aus und können danach nicht mehr in Anspruch genommen werden. Pro Haushalt sind Beträge von über 900 Euro möglich.

Die Antragsfrist für den Netzkostenzuschuss sowie andere zusätzliche Zahlungen endet beispielsweise am 30. Juni 2024. Diese können noch bis zu diesem Datum beantragt werden.

Kinderbetreuungsbonus in Oberösterreich

In Oberösterreich wurde der Kinderbetreuungsbonus seit Anfang 2024 auf monatlich 80 Euro erhöht, was berechtigten Familien im Laufe des Jahres zusätzliche 960 Euro einbringt.

Um diesen Bonus zu erhalten, dürfen die Eltern kein kostenloses Betreuungsangebot wie den beitragsfreien Kindergarten bis 13 Uhr nutzen. Das Kind muss mindestens 37 Monate alt sein und mit einem Elternteil in Oberösterreich in einem gemeinsamen Haushalt leben. Zudem müssen sowohl der Elternteil als auch das Kind österreichische oder EU-Staatsbürger sein. Anträge können das gesamte Jahr 2024 über online oder direkt beim Land Oberösterreich eingereicht werden, und es sind keine zusätzlichen Unterlagen erforderlich.

Ähnliche Förderungen gibt es auch in anderen Bundesländern, die jedoch teilweise längere Antragsfristen haben.

Netzkostenzuschuss

Haushalte mit geringem Einkommen können zusätzlich einen Netzkostenzuschuss von bis zu 200 Euro pro Jahr erhalten. Dieser Zuschuss deckt 75 Prozent der Systemnutzungsentgelte, die vom Netzbetreiber in Rechnung gestellt werden, jedoch maximal 200 Euro. Der Anspruch besteht bis Ende Juni 2024.

Berechtigt sind alle Haushalte, die auch von der Rundfunk- bzw. ORF-Gebühr befreit sind, wodurch die jährliche Entlastung auf bis zu 700 Euro steigen kann. Neben der Befreiung von Rundfunkgebühren ist auch eine Befreiung von den Erneuerbaren-Förderbeiträgen erforderlich, um den Netzkostenzuschuss zu erhalten. Ein Antrag zur Befreiung von diesen Beiträgen kann über das EAG-System gestellt werden.

Fahrtkostenzuschuss im Burgenland

Im Burgenland wird auch 2024 ein Zuschuss zu den Fahrtkosten für Pendlerinnen und Pendler gewährt, der bis zu 850 Euro betragen kann. Um förderberechtigt zu sein, müssen die Antragsteller ihren Hauptwohnsitz im Burgenland haben, täglich mindestens 20 Kilometer zur Arbeit pendeln und ein monatliches Bruttoeinkommen von maximal 3.697 Euro aufweisen. Für Alleinerziehende erhöht sich diese Einkommensgrenze um 10 Prozent pro Kind.

Die Förderung ist gestaffelt: ab einer Pendelstrecke von 20 Kilometern besteht ein Anspruch auf einen Zuschuss, der je nach Entfernung zwischen 137 und 513 Euro beträgt. Zusätzlich werden pro Kilometer, der über die jeweilige Stufe hinausgeht, 3 Euro erstattet. Wenn überwiegend öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden, gibt es einen Öko-Bonus von 20 Prozent.

Der maximale Zuschuss beläuft sich auf 850 Euro pro Jahr. Anträge können bis zum 30. Juni 2024 online eingereicht werden, wobei entsprechende Nachweise erforderlich sind.