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Operationsfehler

Klinik‑Fehler: Operation am falschen Knie gestartet

Klinik‑Fehler: Operation am falschen Knie gestartet
(FOTO: iStock/ Gumpanat)
2 Min. Lesezeit |

Ein Routineeingriff, ein folgenschwerer Irrtum: An der Klinik Innsbruck wurde eine Patientin am falschen Knie operiert.

An der Klinik Innsbruck ist es bei einer geplanten Knie-Arthroskopie (Gelenkspiegelung) zu einem folgenschweren Irrtum gekommen: Wie das Krankenhaus am Freitag in einer offiziellen Aussendung bekanntgab, wurde der Eingriff am Mittwoch versehentlich am falschen Knie der Patientin begonnen. Sobald der Fehler auffiel, stoppte das medizinische Team die Operation umgehend.

Nachdem festgestellt worden war, dass das betroffene Knie keinen behandlungsbedürftigen Schaden aufwies, wurde der Eingriff sofort beendet und die Patientin aus der Narkose geholt, teilte die Klinik mit. Die Frau sei über den Vorfall vollständig in Kenntnis gesetzt worden, zudem habe man eine Meldung an die Haftpflichtversicherung des Hauses weitergeleitet.

„Natürlich haben wir uns bei der Patientin bereits in aller Form entschuldigt“, sagte Alois Obwegeser, Ärztlicher Direktor der Klinik Innsbruck. „Rein medizinisch gesehen handelt es sich um einen kleinen Zwischenfall ohne Folgen, da der Eingriff rechtzeitig abgebrochen wurde. Dennoch nehmen wir das Geschehene sehr ernst!“

Ursache ungeklärt

Warum es zu der Seitenverwechslung kam, ist nach aktuellem Stand noch ungeklärt. „Bei der betroffenen Patientin wurden aus Gründen, die derzeit noch geprüft werden, die Seiten verwechselt und der Eingriff am falschen Knie begonnen“, hieß es in der Mitteilung vom Freitagvormittag. Alle notwendigen Schritte zur lückenlosen Aufarbeitung des Vorfalls seien bereits in die Wege geleitet worden – in enger Abstimmung mit sämtlichen beteiligten Berufsgruppen.

„Um daraus Schlussfolgerungen zu ziehen, wie wir unsere bereits sehr hohen Sicherheitsmaßnahmen noch weiter verbessern können“, so Obwegeser.

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Minimalinvasiver Eingriff

Aus medizinischer Sicht blieb der Vorfall ohne Konsequenzen, da die Operation rechtzeitig abgebrochen wurde. Bei einer Arthroskopie handelt es sich um einen minimalinvasiven Eingriff, der zur Behandlung von Schäden im Knieinneren eingesetzt wird. In früheren Jahren wurde das Verfahren auch zu diagnostischen Zwecken genutzt, um mögliche Verletzungen oder Schäden überhaupt erst sichtbar zu machen.

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KO KOSMO-Redaktion
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