Nach akribischer Überwachung schlug die Wiener Polizei zu: Ein Serbe flog mit Drogen im Millionenwert auf. Die Razzia in zwei Bezirken brachte Erstaunliches ans Licht.
Ein 46-jähriger Serbe wurde nach intensiver Überwachung durch die Wiener Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität festgenommen. Die Ermittler hatten den Mann im Visier, nachdem er unter Verdacht geraten war, mit Rauschgift zu handeln. Die Festnahme erfolgte, als sich der Verdächtige im Fahrzeug eines mutmaßlichen Abnehmers befand.
Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Beamten mehrere Päckchen Kokain und Heroin sowie eine erhebliche Summe Bargeld. Der Mann wurde umgehend in eine Justizanstalt eingeliefert. Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Wien durchsuchten Polizisten zudem zwei Wohnungen in den Bezirken Wien-Neubau und Wien-Favoriten.
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Millionenschwerer Fund
Die Razzia förderte beachtliche Mengen Suchtgift zutage: rund 10 Kilogramm Kokain, 73 Kilogramm Marihuana und 52,9 Gramm Heroin. Zusätzlich wurden 9.940 Euro Bargeld beschlagnahmt. Der Straßenwert der sichergestellten Drogen wird auf etwa 1,5 Millionen Euro geschätzt.
Dem Zugriff waren gezielte Beobachtungen in der Mentergasse in Wien-Neubau vorausgegangen, wo die Fahnder einen verdächtigen Drogenhandel registriert hatten. Bei der anschließenden Observation des Verdächtigen dokumentierten die Beamten mehrere weitere Verkäufe von Kokain und Heroin.
📍 Ort des Geschehens
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Käufer angezeigt
Die Abnehmer – drei österreichische Staatsbürger und ein Nordmazedonier im Alter zwischen 31 und 38 Jahren – wurden direkt nach dem Kauf von den Ermittlern gestellt und zur Anzeige gebracht.
Das erworbene Rauschgift wurde konfisziert.
Teil internationaler Netzwerke
Der aktuelle Fall reiht sich in eine Serie bedeutender Aufgriffe im Wiener Drogenhandel ein. In den vergangenen Monaten zerschlugen Ermittler mehrfach international operierende Netzwerke, bei denen Tätergruppen aus dem Westbalkan federführend waren. Erst im Juni gelang der Wiener Polizei ein Schlag gegen einen internationalen Drogenring mit Beteiligten aus sechs Ländern, darunter Serbien, die Ukraine und Österreich. Dabei wurden über 124 Kilogramm Suchtgift und mehr als 650.000 Euro Bargeld sichergestellt.
Nach Einschätzung der Ermittler werden die Drogengeschäfte zunehmend über verschlüsselte Messenger-Dienste organisiert, was die Verfolgung erschwert. Wien gilt in Fachkreisen als wichtige Drehscheibe im europäischen Drogenhandel, insbesondere für Organisationen mit Verbindungen nach Serbien und in andere Balkanstaaten.
Vergleichbare Razzien führten in den letzten Monaten regelmäßig zu Sicherstellungen im zweistelligen Kilobereich. Im März 2025 wurden bei der Zerschlagung einer kriminellen Vereinigung mit drei serbischen Tatverdächtigen neun Kilogramm Cannabis, 700 Gramm Kokain und 17.000 Euro Bargeld beschlagnahmt. Eine weitere Operation im Vorjahr brachte bei einer serbisch dominierten Gruppierung 61 Kilogramm Marihuana und fast 30.000 Euro zum Vorschein.