In einer koordinierten Aktion der Arbeitsgruppe „La Familia“ wurden Ende Mai 2025 bei Einsätzen in Österreich und Deutschland erhebliche Mengen Suchtgift sichergestellt. Die Ermittler beschlagnahmten insgesamt 9 Kilogramm Kokain und 64 Kilogramm Cannabiskraut sowie Bargeld in Höhe von 44.265 Euro.
Die Operation erfolgte unter Leitung des Landeskriminalamts Niederösterreich, Bereich Suchtgiftkriminalität, in Zusammenarbeit mit der AG ACHILLES (Arbeitsgruppe zur Bekämpfung organisierter Kriminalität) des Bundeskriminalamts und weiteren Behörden auf verschiedenen Ebenen. Deutsche Partner waren das Polizeipräsidium Duisburg und die Kriminalinspektion Traunstein. Den Einsatzkräften gelang die Festnahme von fünf Verdächtigen – zwei Schmuggler und drei Personen, die als Straßenverkäufer oder „Bunkerhalter“ (Personen, die Drogen für andere aufbewahren) fungierten.
Albanische Tätergruppe
Die Ermittlungen richten sich gegen eine albanische Tätergruppe, die seit Sommer 2020 bis zum Zugriff Ende Mai 2025 mindestens 32 Kilogramm Kokain und 65 Kilogramm Cannabiskraut mit einem Gesamtwert von etwa 2,5 Millionen Euro im Wiener Raum vertrieben haben soll. Zu den Verdächtigen zählen neun albanische Staatsbürger und eine slowakische Staatsangehörige.
Als Drahtzieher gilt ein 48-jähriger Albaner mit Wohnsitz in Duisburg. Er ist der Onkel des österreichischen Hauptverdächtigen, eines 32-jährigen albanischen Staatsbürgers aus dem niederösterreichischen Bezirk Gänserndorf.
📍 Ort des Geschehens
Justizielle Folgen
Die sieben in Österreich festgenommenen Verdächtigen wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien in die Justizanstalt Wien-Josefstadt überstellt und befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Ein in Deutschland festgenommener Beschuldigter wartet in Auslieferungshaft auf seine Überstellung an die österreichischen Behörden.
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Bei zwei weiteren in Deutschland festgenommenen Personen wird das Strafverfahren in Deutschland durchgeführt.
Erfolgreiche internationale Polizeikooperation
Die enge Zusammenarbeit zwischen österreichischen und deutschen Ermittlungsbehörden hat in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Zunahme erfolgreicher grenzüberschreitender Drogenoperationen geführt. Experten der Polizei betonen, dass solche Kooperationen nicht nur die Sicherstellung großer Suchtgiftmengen ermöglichen, sondern auch die Zerschlagung komplexer Vertriebsstrukturen im Wiener Raum nachhaltig begünstigen.
Die aktuelle Aktion fügt sich in eine Reihe großangelegter Fahndungserfolge ein, bei denen in den letzten Monaten mehrfach internationale Tätergruppen durch konzertierte Aktionen in beiden Ländern festgenommen wurden. Diese koordinierten Einsätze haben laut Polizeiangaben zu einer spürbaren Verknappung harter Drogen auf lokalen Märkten geführt und den organisierten Handel im Großraum Wien erheblich erschwert.