Verwirrung im Wiener Nahverkehr: Fast 40 Haltestellen in Neubau bekommen neue Namen. Die Umbenennungsaktion sorgt bereits vor dem Start am 2. Februar für Kopfschütteln.
Ab dem 2. Februar erhalten fast 40 Bus- und Straßenbahnstationen in Wien-Neubau neue Bezeichnungen. Was eigentlich für mehr Orientierung sorgen sollte, könnte jedoch genau das Gegenteil bewirken. Ein anschauliches Beispiel für die möglicherweise verwirrende Situation: Die Haltestelle der Buslinie 13A und der Straßenbahnlinie 49 bei Neubaugasse/Westbahnstraße wird künftig unter dem Namen Siebensterngasse geführt. Gleichzeitig erhält die bisherige Straßenbahnstation Siebensterngasse der Linie 49 die neue Bezeichnung Kirchengasse.
Diese Umbenennungsaktion lässt viele Fahrgäste ratlos zurück. Die Frage nach dem Sinn dieser Maßnahme drängt sich auf, da die neuen Bezeichnungen möglicherweise mehr Verwirrung als Klarheit schaffen könnten. Die Umbenennung zahlreicher Stationen innerhalb des öffentlichen Verkehrsnetzes wirft Fragen zur Praktikabilität und zum tatsächlichen Nutzen für die Fahrgäste auf.
Fehlende Begründung
Während die Wiener Linien vermutlich eine Vereinheitlichung oder bessere Orientierung anstreben, bleibt unklar, ob dieses Ziel erreicht wird. Die Umstellung könnte besonders für Personen, die regelmäßig bestimmte Routen nutzen, zunächst für Irritationen sorgen. Die fehlende Erläuterung zu den Beweggründen hinter dieser umfassenden Änderung verstärkt den Eindruck einer möglicherweise nicht optimal durchdachten Maßnahme.
Die Namensänderungen betreffen das gesamte Wiener Verkehrsnetz und werden zeitgleich umgesetzt.
Ob sich die neuen Bezeichnungen schnell im Bewusstsein der Fahrgäste verankern oder ob sie zu anhaltender Verwirrung führen werden, wird sich erst in der Praxis zeigen.