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Verkehrssicherheit

Kroatien bleibt EU-Spitzenreiter bei tödlichen Verkehrsunfällen

Kroatien bleibt EU-Spitzenreiter bei tödlichen Verkehrsunfällen
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Europas Straßen werden sicherer – doch nicht überall. Neue EU-Zahlen zeigen: Der Trend geht in eine Richtung, Österreich in eine andere.

Am 24. März 2026 hat die Europäische Kommission erste vorläufige Zahlen zur Verkehrssicherheit in der EU für das Jahr 2025 vorgelegt. Demnach kamen auf den Straßen der Mitgliedstaaten rund 19.400 Menschen ums Leben – ein Rückgang von etwa 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was ungefähr 580 Todesopfern weniger entspricht. Die Todesrate sank damit von 45 auf 43 Verkehrstote je Million Einwohner.

Die Kommission weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich um vorläufige Werte handelt; die endgültigen Zahlen sollen im Herbst 2026 folgen.

Österreichs Negativtrend

Für Österreich zeichnet die Statistik ein weniger erfreuliches Bild: Die Zahl der Verkehrstoten stieg von 38 auf 43 je Million Einwohner, was einem Anstieg von 13 Prozent entspricht. Das Bundesministerium für Inneres bezifferte die Gesamtzahl der Todesopfer auf 397. Besonders ins Auge fällt dabei die Entwicklung bei den Radfahrern, deren Zahl unter den Getöteten von 32 auf 65 anstieg – eine Verdopplung innerhalb eines Jahres.

Im europäischen Vergleich bewegt sich Österreich trotz dieser Verschlechterung weiterhin im Mittelfeld.

Regionaler Überblick

Kroatien gehört nach wie vor zu jenen EU-Ländern mit den höchsten Unfalltodesraten. Die Rate kletterte von 62 auf 67 Verkehrstote je Million Einwohner, ein Anstieg von 9 Prozent. Eine vollständige nationale Jahresbilanz liegt zwar noch nicht vor, doch der EU-Vergleichswert gilt als hinreichend belastbar, um Kroatiens anhaltend hohes Risikoniveau zu belegen.

Für Serbien sind bislang nur Teilergebnisse verfügbar. Laut einem ITF/OECD Road Safety Country Profile lagen die Straßentoten in den ersten zehn Monaten des Jahres 2025 um 5,8 Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Diese Entwicklung deutet auf eine mögliche Verbesserung hin, ersetzt jedoch keine vollständige Jahresbilanz.

In Bosnien-Herzegowina ist die Datenlage für 2025 derzeit nicht belastbar genug für eine vollständige Jahresbewertung. Die zuletzt klar belegbare Einordnung betrifft das Jahr 2024: Damals sank die Zahl der Verkehrstoten von 255 auf 222 und damit um 12,9 Prozent. Für 2025 konnte bislang keine verlässliche Gesamtzahl ermittelt werden.

Da die statistische Erfassung in Bosnien-Herzegowina weniger konsistent ist als in EU-Mitgliedstaaten, lässt sich für 2025 keine konkrete Zahl belastbar benennen.

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KO KOSMO-Redaktion
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