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Preisschock

Kroatien zu teuer: Espresso um 70 Cent lockt Urlauber in dieses Balkanland

Kroatien zu teuer: Espresso um 70 Cent lockt Urlauber in dieses Balkanland
FOTO: iStock
5 Min. Lesezeit |

Während die kroatische Adriaküste für viele unerschwinglich wird, lockt das Nachbarland Albanien mit Espresso für 70 Cent und Hauptgerichten ab 5 Euro.

Kroaten entdecken Albanien

In den vergangenen Jahren hat sich Albanien zu einem regelrechten Geheimtipp unter Urlaubern entwickelt. Besonders kroatische Touristen zieht es vermehrt an die albanische Küste, wie zahlreiche Erfahrungsberichte in sozialen Netzwerken belegen. Der Hauptgrund für diesen Trend liegt auf der Hand: Die außergewöhnlich niedrigen Preise machen das Land zu einer attraktiven Alternative zum heimischen Adriaurlaub.

Die Facebook-Plattform „Hallo, Inspektor“ veröffentlichte kürzlich einen aufschlussreichen Preisvergleich zwischen Restaurants im beliebten albanischen Badeort Ksamil und Lokalen an der kroatischen Küste. Die Unterschiede sind bemerkenswert und erklären, warum immer mehr Kroaten ihren Urlaub lieber im Nachbarland verbringen. Die vorgestellten Preise stammen aus einem Meeresrestaurant in Ksamil, das laut Angaben so beliebt ist, dass Gäste häufig für einen freien Tisch anstehen müssen.

In sozialen Medien berichten Urlauber regelmäßig begeistert über die günstigen Preise in albanischen Restaurants. Viele heben hervor, dass man für gerade einmal 3 bis 5 Euro eine qualitativ hochwertige Mahlzeit bekommt – ein Preis, für den man an der kroatischen Küste kaum etwas Vergleichbares findet. Diese enorme Preisdifferenz macht Albanien besonders für preisbewusste Urlauber attraktiv, die trotz knappem Budget nicht auf Meeresambiente verzichten möchten.

Preisbeispiele Ksamil

Die konkreten Zahlen sprechen für sich: Ein Espresso kostet in dem vorgestellten Restaurant nur 70 Cent, ein Macchiato 80 Cent. Für Cappuccino oder Frappé werden 1,50 Euro verlangt, eine kleine Flasche Wasser gibt es für 70 Cent. Bei den Hauptgerichten überraschen die Preise ebenso: Eine gemischte Fleischplatte für vier Personen schlägt mit 30 Euro zu Buche, ein Steak kostet 9 Euro, Lamm- und Ziegenfleisch 10 Euro, Wolfsbarsch 11 Euro und Fleischlaibchen sind für 5 Euro zu haben. Bemerkenswert: Im Preis ist bereits eine Beilage nach Wahl enthalten.

Diese Entwicklung lockt nicht nur immer mehr Urlauber nach Albanien, sondern entfacht auch eine Debatte über die Wettbewerbsfähigkeit der Preise im gesamten Adriaraum. Wie der Beitrag hervorhebt, ist für viele Kroaten das Meer im eigenen Land schlichtweg zu teuer geworden. Stattdessen wenden sie sich verstärkt Albanien zu – einem Land, das bis vor kurzem als Reiseziel kaum Beachtung fand und nun einen beachtlichen touristischen Aufschwung erlebt.

Ein konkretes Beispiel verdeutlicht die Preisstruktur: Drei Hauptgerichte – Zicklein, Dorade und Garnelen – mit großzügigen Portionen Pommes frites kosten zusammen nur 27 Euro. Die meisten Erfrischungsgetränke werden für 2 Euro angeboten, Energydrinks kosten einen Euro mehr. Bei den Weinen dominieren italienische Sorten, wobei ein Liter Wein für 10 Euro zu haben ist, ein halber Liter für 5 Euro.

Beim Bier variieren die Preise je nach Menge zwischen 2 und 3 Euro. Spirituosen gibt es bereits ab 1 Euro für hausgemachten Schnaps, während Ouzo (griechischer Anisschnaps) 3,50 Euro kostet und Wodka oder Metaxa (griechischer Weinbrand) für 5 Euro erhältlich sind. Bei den Salaten reicht die Preisspanne von 2,50 Euro für Tzatziki (griechische Joghurtspeise mit Gurke und Knoblauch) über 3 Euro für frische Tomaten bis hin zu 5 Euro für eine große gemischte Portion, die für drei Personen ausreicht.

Geteilte Meinungen

Der Beitrag löste in den sozialen Medien zahlreiche Reaktionen aus und entfachte eine lebhafte Diskussion mit geteilten Meinungen. Viele Nutzer zeigten sich von den günstigen Preisen begeistert: „Es ist traurig, dass viele es sich nicht leisten können, wenigstens eine Woche im Jahr mit der Familie am Meer in ihrem eigenen Land zu verbringen“, schrieb ein Nutzer. Ein anderer kommentierte: „Dieses Jahr plane ich zum ersten Mal nach Albanien zu fahren (im Sommer gibt es einen Direktflug von Zagreb), weil ich mir die kroatischen Preise nicht leisten kann.“ Weitere Stimmen bestätigten: „Wir sind oft dort“ oder fragten kritisch: „Wie können sie mit so niedrigen Preisen überleben, während unsere es nicht können?“

Es gab jedoch auch kritische Stimmen, die zwar die niedrigeren Preise in Albanien einräumten, aber die Servicequalität bemängelten. „Ich bin durch alle Städte bis Ksamil gereist und habe auch größere Städte im Landesinneren besucht. Das Meer ist unvergleichlich schöner, das Essen schlechter, die Portionen klein, mehr Schmutz, schwächere Infrastruktur… Das sage ich allgemein, natürlich gibt es auch gegenteilige Beispiele, aber es macht keinen Sinn, den Sommer dort und hier zu vergleichen“, lautete ein ausführlicher Kommentar.

Andere Facebook-Nutzer relativierten den Preisunterschied mit Blick auf die Zukunft: „Albanien steigt erst in die Tourismusbranche ein, warten wir etwa fünf Jahre und vergleichen dann die Preise.“ Manche kritisierten die Portionsgrößen: „Kinderportionen, und der Preis ist nichts Besonderes, wie bei uns.“ Besonders skeptische Stimmen betonten den Entwicklungsunterschied: „Albanien ist mindestens hundert Jahre hinter Kroatien.“

Einige Kommentatoren wiesen darauf hin, dass es in Ksamil sowohl teurere als auch noch günstigere Restaurants gibt, die qualitativ gleichwertige Speisen und einen vergleichbaren Service bieten.

Tourismusboom hält an

Der albanische Tourismus erlebt tatsächlich einen nachhaltigen Aufschwung, wie aktuelle Zahlen belegen. Im ersten Halbjahr 2025 ist die Zahl der ausländischen Touristen um 5 Prozent auf rund 4,76 Millionen gestiegen. Neben Besuchern aus traditionellen Herkunfts

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KO KOSMO-Redaktion
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