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Kurzfristige Trends nutzen, Scalping lernen

Für Scalping ist eine gewisse Erfahrung & Strategie notwendig (Photo by Mark Finn on Unsplash)

Scalping als Form des Wertpapierhandels verspricht hohe Gewinne in kürzester Zeit! Was ist dabei zu beachten? Jetzt online nachlesen!

Scalping lernen – so schützen Anfänger ihr Tradingkonto
Beim Scalping braucht der Trader starke Nerven und muss seine Emotionen im Griff haben

Scalping geht rasend schnell vor sich und kann eine aufregende Art des Tradens darstellen. Es zeichnet sich durch sehr kurze Haltezeiten und verhältnismäßig geringe Gewinne pro Trade aus. Beim Scalping werden die Charts in kleinste Intervalle aufgeteilt, deren Dauer 15 Minuten nicht überschreitet. Das bedeutet, dass innerhalb kürzester Zeit eine Prognose über die Kursentwicklung gestellt wird und die Entscheidungen über Kauf und Verkauf oft in Sekunden fallen. Der Trader richtet sich dabei ausschließlich nach der Chartanalyse, Fundamentaldaten treten in den Hintergrund. Im Gegensatz zum längerfristig orientierten Swing- und Day-Trader erhält der Scalper sofort Rückmeldungen, ob er mit seinen Entscheidungen richtig oder falsch liegt.

Laut dem Experten Andre Witzel kommt der richtigen Auswahl des Brokers entscheidende Bedeutung zu. Dieser ist den Tradern und den Finanzinstituten zwischengeschaltet und es gibt einige davon, die Instrumente speziell für Scalping zur Verfügung stellen. Beim Eröffnen des Trading-Kontos ist unbedingt darauf zu achten, dass die Ordergebühren klein gehalten werden, beinhaltet das Scalping doch unzählige Anweisungen an den Broker in kürzester Zeit. Am besten, man versucht es erst einmal mit einem Demo-Konto. Damit wird abgeklopft, ob diese Ausprägung des Tradings den eigenen Erwartungen und Anforderungen entspricht und der jeweilige Broker für Scalping geeignet ist. An dieser Stelle wird hervorgehoben, dass Scalping nicht unbedingt für Neulinge zu empfehlen ist, doch gibt es Ratgeber wie trading-für-anfaenger.de, welche aufschlussreiche Anleitungen und Trading-Tipps dazu bereitstellen.

Scalping-Strategien in ihrer Ausprägung
Um es vorauszuschicken, Scalping muss erlernt werden und jeder Trader muss dabei seine eigene Strategie entwickeln. Die eine, allumfassende Herangehensweise gibt es nicht. Scalper müssen andere Wege eingeschlagen als herkömmliche Trader. Dabei spielen nur Ereignisse in unmittelbarer Nähe eine Rolle. Ein Blick in die Zukunft ist nicht erforderlich und in vielen Fällen sogar abträglich, weil er die Sicht auf das Momentum verwässern kann. Der Blick beim Scalping ist ausschließlich auf den gewählten Chart zu richten.

Der Forex-Handel, also das Trading mit Devisen und Währungen, bietet für das Scalping die beste Plattform. Er ist voluminös und von einer ausgeprägten Volatilität, was die Chancen erhöht, in den sehr kurzen Zeitspannen zufriedenstellende Gewinne zu erzielen. Dabei kann jeder Trend in Rendite verwandelt werden. Aufgrund der geringen Gewinnmargen lohnt es sich, entsprechende Hebelprodukte einzusetzen. Der Trader muss sich allerdings bewusst sein, dass mit dem Anstieg der Gewinnchancen auch das Risiko entsprechend erhöht wird.

Herantasten an die eigene Strategie
Jeder Trader sollte sich, bevor er in Aktion tritt, seine eigenen Regeln aufstellen und diese verinnerlichen, damit er in den sekundenschnellen Entscheidungsphasen einigermaßen sicher über das glatte Parkett wandeln kann. Zu Anfang geht es an die Auswahl des geeigneten Währungspaares. Gerne wird Euro/Dollar genommen, da sich dieses Paar sehr volatil verhält, also am Tage oft 150 Punkte Differenz nach oben oder unten ausschlägt. Besonders bei wichtigen Entscheidungen der Notenbanken kann die Marktbewegung auf 600 Punkte Differenz anschwellen und bei Mitnahme der richtigen Trends wird beim Scalping gutes Geld verdient.

Wenn das geeignete Währungspaar gefunden ist, muss das richtige Zeitintervall eingestellt werden. Experten raten zu 5 Minuten als das ideale Format, um das aktuelle Marktsegment zu identifizieren. Nun werden die Handelsgrößen festgelegt. Da beim Scalping nur kleine Margen erreicht werden, macht es die Masse. Die Positionen sollten somit hoch gewählt werden, wobei mögliche Verluste problemlos verkraftet werden müssen. Wenn man jetzt noch festlegt, ab wann einzusteigen ist und wann es sich geziemt, auszusteigen, hat man seine eigene Strategie entwickelt. Nach dieser sollte dann konsequent gehandelt werden.

Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz gegen Verluste
Vor Verlusten ist kein Trader gefeit. Allerdings kann das Risiko minimiert werden. Das beginnt bei der Auswahl des Brokers. So sollte unrealistischen Werbeversprechen für ungewöhnlich hohe Wachstumsraten ebenso mit Skepsis begegnet werden wie undifferenzierten Scalping-Strategien.

Den Königsweg gibt es nicht, aber die Entwicklung einer auf die eigenen Möglichkeiten und Ziele zugeschnittene Strategie und deren kompromisslose Verfolgung unter Berücksichtigung des jeweiligen Risikomanagements scheint die beste Lösung, um im kurzfristigen Handel langfristig zu bestehen. Dazu bedarf es einer gewissen Erfahrung, weshalb Trading-Neulinge sich erst einmal mit dem Swing-Trade befassen und diesen verinnerlichen sollten, um sich peu à peu den kurzfristigen Optionen zuzuwenden.