Die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel sinkt ab Sommer deutlich. Handel und Arbeiterkammer begrüßen die Maßnahme, doch die Debatte um Preiskontrolle geht weiter.
Die Bundesregierung reduziert ab Jahresmitte die Mehrwertsteuer für bestimmte Grundnahrungsmittel auf knapp unter fünf Prozent. Diese Inflationsbekämpfungsmaßnahme findet sowohl beim Handel als auch bei der Arbeiterkammer Burgenland Anklang. Für AK-Präsident Gerhard Michalitsch erfüllt sich damit eine langjährige Forderung seiner Organisation. Er betont den gezielten Nutzen dieser Entlastung für einkommensschwache Haushalte in einem Bereich, wo Einsparungen kaum möglich sind.
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Handels-Zusicherung
Manfred Moyses, der als Branchensprecher des burgenländischen Lebensmittelhandels in der Wirtschaftskammer fungiert, hebt besonders den unbefristeten Charakter der Steuersenkung hervor. Er versichert, dass der Handel die Preisvorteile vollständig an die Verbraucher weitergeben werde. Gleichzeitig warnt die Wirtschaftskammer davor, diese Entlastung durch neue finanzielle Belastungen an anderer Stelle zu konterkarieren.
Kontrollmaßnahmen
Während die Regierung verschärfte Kontrollen und höhere Strafen bei Verstößen gegen Preisauszeichnungsvorschriften oder Transparenzregeln ankündigt, hält die Arbeiterkammer Burgenland an ihrer Forderung nach einer speziellen Anti-Teuerungs-Kommission fest.
Diese soll als direkte Anlaufstelle für Verbraucheranliegen dienen.