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Femizid

Lehrer soll Ex-Partnerin in Schulbibliothek erschossen haben

Lehrer soll Ex-Partnerin in Schulbibliothek erschossen haben
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Ein Freitagabend in einer oberösterreichischen Schule endet mit einem Verbrechen, das eine ganze Region erschüttert.

In einer Mittelschule im oberösterreichischen Taufkirchen an der Pram sind am frühen Freitagabend Ereignisse von erschütternder Schwere bekannt geworden. Ein 29-jähriger Lehrer soll in der Schulbibliothek seine frühere Lebensgefährtin getötet haben. Die Leiche der 28-Jährigen wurde von Angehörigen in den Räumlichkeiten der Schule aufgefunden.

Der mutmaßliche Femizid sowie der anschließende Suizid des Mannes werden nun von den Mordermittlern des Landeskriminalamts Oberösterreich untersucht. Die Taten ereigneten sich in der Innviertler Gemeinde Taufkirchen an der Pram, vermutlich gegen 17 Uhr. Auch das Opfer soll dort als Pädagogin beschäftigt gewesen sein.

Flucht und Tod

In der Schule stießen die Einsatzkräfte auf den Leichnam einer Frau, deren Tod nach der vorgefundenen Spurenlage auf eine Gewalteinwirkung hindeutet. Nach der Tat soll der mutmaßliche Täter mit seinem Auto geflüchtet sein. Gegen 18 Uhr wurde das stark beschädigte Fahrzeug rund 22 Kilometer vom Tatort entfernt aufgefunden.

Den Ermittlungen zufolge war der Wagen an dieser Stelle gegen einen Baum geprallt. Der 29-Jährige überlebte den Aufprall nicht. Am Leichnam des Mannes wurden Schusswunden im Kopfbereich festgestellt, er dürfte sich noch während der Fahrt selbst getötet haben.

Beziehungshintergrund

Zum Motiv lagen am Freitagabend noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Da es sich bei dem Opfer um die frühere Partnerin des mutmaßlichen Täters handelt, halten die Ermittler einen Beziehungshintergrund für wahrscheinlich. Hinweise darauf, dass weitere Personen in das Geschehen verwickelt waren, gibt es nicht. Beide Leichen sollen obduziert werden.

Frauen, die in Österreich von Gewalt betroffen sind, erhalten Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter 0800-222-555 sowie unter www.frauenhelpline.at, beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser unter www.aoef.at, beim Frauenhaus-Notruf unter 057722, bei den Österreichischen Gewaltschutzzentren unter 0800/700-217 sowie unter www.gewaltschutzzentrum.at und beim Polizei-Notruf unter 133.

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KO KOSMO-Redaktion
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