Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Nato-Jets im Einsatz

Luftalarm in Litauen: Regierung in Bunker gebracht

Luftalarm in Litauen: Regierung in Bunker gebracht
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Luftalarm in Vilnius: Ein unbekanntes Flugobjekt aus Richtung Belarus versetzt die litauische Hauptstadt in Alarmbereitschaft.

In der litauischen Hauptstadt Vilnius ist am Donnerstag Luftalarm ausgelöst worden, nachdem die Streitkräfte des Landes die Bevölkerung über eine mögliche Bedrohung durch ein Flugobjekt im Osten des Landes informiert hatten. Einem Bericht zufolge wurde in Grenznähe ein mutmaßliches Flugobjekt gesichtet, das sich aus Richtung Belarus dem baltischen EU- und Nato-Mitglied näherte. Das Verteidigungsministerium in Vilnius teilte mit, dass Nato-Kampfjets alarmiert worden seien – weitere Einzelheiten nannte die Behörde zunächst nicht.

Die seit 2004 bestehende Nato-Mission Baltic Air Policing sichert dauerhaft den Luftraum über Litauen, Lettland und Estland. Die beteiligten Nato-Staaten stellen ihre Jagdflugzeuge in rotierenden Kontingenten und operieren von der litauischen Luftwaffenbasis Šiauliai aus.

Die Hauptstadt liegt rund 30 Kilometer von der Grenze zu Belarus entfernt.

Schnelle Entwarnung

Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, vorsorglich Schutz zu suchen. Wie aus Medienberichten hervorging, wurde auch die Staatsspitze sicherheitshalber in Schutzräume gebracht. Der Flughafen wurde für den Luftverkehr gesperrt, der Zugverkehr zwischenzeitlich eingestellt.

Rund eine halbe Stunde nach Auslösung des Alarms wurde Entwarnung gegeben und die Warnung für Vilnius aufgehoben.

Keine Seltenheit

Derartige Vorfälle sind für das an Russland und Belarus grenzende Land keine Seltenheit: Im Zuge des Ukraine-Krieges kam es bereits mehrfach zu Drohnensichtungen im litauischen Luftraum. Auch im benachbarten Lettland wurden Bevölkerungsgruppen in mehreren Regionen entlang der russischen Grenze gewarnt.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen