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SCHON 28 JAHRE IN WIEN

MA 35 verwehrt Austro-Darts-Star Mensur Suljović erneut Staatsbürgerschaft

(FOTOS: GoogleMaps Screenshot, Instagram/@mensur_suljovic180)

Am 23. Dezember tritt Mensur Suljović zum 13. Mal bei der Darts-WM in London als Österreicher an. Die Staatsbürgerschaft wurde ihm jedoch bereits zum zweiten Mal verwehrt.

Mensur Suljović ist in Serbien geboren, lebt aber schon seit 28 Jahren in Wien und ist bereits 12 Mal zur Darts-WM für Österreich angetreten. Doch immer noch bleibt dem 49-Jährigen sowohl die Staatsbürgerschaft, als auch der österreichische Pass verwehrt, wie der Sportler gegenüber dem „Kurier“ erzählte.

28 Jahre in Österreich und noch immer keine Staatsbürgerschaft
Am 23. Dezember tritt Mensur Suljović wieder, zum 13. Mal, für Österreich bei der Darts-WM an. Das ist jedoch nicht selbstverständlich, denn der gebürtige Serbe wartet noch immer auf seinen rot-weiß-roten Pass und seine Staatsbürgerschaft. Im Oktober diesen Jahres bekam Suljović bereits zum zweiten Mal von der MA 35 einen negativen Bescheid ausgestellt. Für den 49-Jährigen absolut unverständlich: „Ich bin sauer. Seit 28 Jahren bin ich in Österreich. Ich habe noch nie einen Cent vom Staat wollen oder bekommen. Ich war noch nie arbeitslos“, erzählt er gegenüber dem „Kurier“:

Erster Anlauf bereits 2014
Seinen ersten Versuch, offiziell österreichischer Staatsbürger zu werden, hatte Suljović bereits 2014 gewagt. Allerdings scheiterte er damals, weil er in seinem Café im 20. Bezirk eine Studentin ohne AMS-Arbeitserlaubnis angestellt hatte. Der Darts-Star musste damals 1.100 Euro Strafe blechen und wurde für 5 Jahre von der MA 35 gesperrt. Nun wagte er einen neuen Versuch – und scheiterte wieder.

Auch der zweite Versuch scheiterte nun an einem Schnitzer. Suljović hatte den Antrag für sich und seine Familie zwar bereits am 23. September 2020 gestellt, doch sein Steuerberater habe die Steuererklärung zu spät abgegeben. Der dreifache WM-Achtelfinalist regelte die Angelegenheit daraufhin. Ein Jahr lang wartete Suljović anschließend auf den Bescheid der Einwanderungsbehörde. Doch dann kam schließlich eine Absage. „Warum haben sie nicht gleich gesagt, was nicht passt!?“, ärgert sich Suljović.

Ob er noch einen dritten Versuch wagt, lässt der Darts-Profi offen: „Ich weiß nicht, ob ich mir das nochmal antue.“ Diese hartnäckigen Abweisungen verwundern ihn jedoch sehr: „So viele Sportler sind eingebürgert worden. Ich habe immer gern für Österreich gespielt.“

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