Ein Sommertag im Freibad endet mit Polizeieinsatz und Anzeige – jetzt stehen vier Männer in Wien vor Gericht.
Im Wiener Laaerbergbad in Wien-Favoriten sollen am 22. Juni 2025 vier Mädchen sexuell belästigt worden sein. Vier Männer bulgarischer Herkunft – selber Väter – stehen deshalb vor Gericht. Ursprünglich richteten sich die Ermittlungen gegen fünf Personen, doch das Verfahren gegen einen von ihnen wurde eingestellt. Gegen einen der verbleibenden Angeklagten wurde darüber hinaus Anklage wegen Vergewaltigung erhoben.
Prozessauftakt
Zum Auftakt des Verfahrens erschienen lediglich drei der vier Beschuldigten im Gerichtssaal. Der vierte Angeklagte befand sich krankheitsbedingt in medizinischer Behandlung in seiner Heimat und konnte daher nicht teilnehmen. Sämtliche Männer sind nicht in Untersuchungshaft. Der Prozess wurde auf den 18. November vertagt, an dem der fehlende Angeklagte erwartet wird und unter anderem der Bademeister als Zeuge aussagen soll.
Vorwürfe bestritten
Laut Anklage sollen die Männer die Mädchen im Wellenbad umzingelt und unter Wasser gedrückt haben, wobei sie an Taille und Gesäß berührt worden sein sollen. Weiters wurde in Bikini-Oberteil geöffnet und eines der Mädchen soll sogar mit einem Finger penetriert worden sein. Im Anschluss fotografierten die Mädchen mindestens zwei der Beschuldigten und verständigten die Polizei.
Nach 14 Uhr verständigten die Betroffenen den Bademeister, der um 14.26 Uhr die Polizei alarmierte. Gemeinsam mit den Jugendlichen suchten die Beamten das Bad ab, zunächst konnte jedoch niemand als Verdächtiger identifiziert werden. Rund eine Stunde später, kurz nachdem die Streife das Bad wieder verlassen hatte, wurde sie erneut gerufen: Die Mädchen hatten drei Männer in einem Becken erkannt und Fotos von ihnen gemacht.
Die Angeklagten bestreiten ein vorsätzliches Handeln und führen die Berührungen auf die Bewegung der Wellen zurück.