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Quartierssschließung

Kärnten schließt letztes Asylheim – doch Reaktivierung bleibt möglich

Kärnten schließt letztes Asylheim – doch Reaktivierung bleibt möglich
Foto: istock
2 Min. Lesezeit |

Kärnten verliert sein letztes Bundes-Asylquartier – doch die Geschichte des Standorts Ledenitzen ist damit noch nicht zu Ende.

Das letzte verbliebene Bundes-Asylquartier in Kärnten wird mit 1. Oktober seinen Betrieb einstellen. Der Standort bleibt jedoch als Reservekapazität erhalten und könnte bei steigendem Bedarf reaktiviert werden.

Die Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen (BBU) hat die Schließung der Unterkunft in Ledenitzen beschlossen und begründet diesen Schritt mit den zuletzt deutlich zurückgegangenen Asylantragszahlen. Das Quartier war für bis zu 80 Personen ausgelegt, zuletzt waren dort noch rund 40 Asylsuchende untergebracht. Diese wurden inzwischen auf Einrichtungen in Salzburg, Niederösterreich und Oberösterreich aufgeteilt.

Gemeinde forderte Schließung

Die Entscheidung kommt nicht überraschend: Bereits im Februar 2025 hatte die Gemeinde Finkenstein am Faaker See parteiübergreifend die Schließung des Standorts gefordert. Aus der Bevölkerung waren zuvor Bedenken laut geworden, insbesondere wegen der gemeinsamen Unterbringung von erwachsenen Asylwerbern und unbegleiteten Minderjährigen in einem Gebäude.

Bürgermeister Christian Poglitsch zeigte sich nach der Entscheidung zufrieden, betonte aber, dass dies erst ein Anfang sei: „Das ist der erste Schritt. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und unseren Anteil an der Quote erfüllt.“ Sein erklärtes Ziel bleibt die dauerhafte Schließung des Standorts.

Betroffene Mitarbeiter

Von der Schließung sind auch 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Quartiers unmittelbar betroffen. Während öffentlich Bedienstete in andere Stellen versetzt werden sollen, wird sich die BBU von einem Teil der Belegschaft trennen.

Für die betroffenen Beschäftigten ist ein Sozialplan mit Einmalzahlungen vorgesehen, der den beruflichen Übergang abfedern soll.

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KO KOSMO-Redaktion
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