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Chronik

Mädchen-Trio legte zwanzig Brände mit Nagellackentferner – ein Toter

Mädchen-Trio legte zwanzig Brände mit Nagellackentferner – ein Toter
FOTO: iStock/k_samurkas
2 Min. Lesezeit |

Langeweile als Tatmotiv, ein Toter, 20 Brände – der Prozess gegen Wiens „Feuerteufelinnen“ wirft dunkle Fragen auf.

Am 1. Dezember 2025 endete das Leben eines Mieters auf tragische Weise – er starb qualvoll im Eingangsbereich eines Wohnhauses in der Bergsteiggasse, vermutlich infolge des Feuers. Ein weiterer Bewohner des Gebäudes rettete sich, indem er aus dem Fenster sprang.

Insgesamt werden den Mädchen 20 Brandstiftungen angelastet. Als Motiv nannten sie schlichte Langeweile – die Müllcontainer, die sie in Brand setzten, befanden sich vorwiegend in den Wiener Bezirken Wien-Wieden, Wien-Margareten und Wien-Hernals. Wiederholt breiteten sich die Flammen auf angrenzende Hausfassaden aus; der Gesamtschaden beläuft sich auf mindestens hunderttausend Euro.

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Entscheidende Spuren

Den entscheidenden Hinweis für die Brandermittler lieferte ein bestimmter Nagellackentferner, der bei sämtlichen Bränden als Beschleuniger zum Einsatz gekommen war. An mehreren Hausfassaden fanden sich zudem Schriftzüge mit „Feuerteufel 1040″. Mitte Dezember wurden schließlich drei Teenager festgenommen.

Bei ihrer Befragung räumten die beschuldigten Mädchen einen Großteil der ihnen vorgeworfenen Taten ein. Dabei machten sie laut Informationen von „Heute“ erschreckende Aussagen: „Wir wollten Aufsehen erregen, wie Jack the Ripper“, erklärte eine der Verdächtigen – in Anlehnung an den wohl berüchtigtsten Serienmörder der Geschichte. Eine zweite sprach von einem „Kick“.

Prozess & Haftstrafe

Zwei der Beschuldigten befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft. Die dritte Beteiligte, 17 Jahre alt, wurde am 19. Jänner – nach fünf Wochen Haft – unter strengen Auflagen freigelassen. Ihr Anwalt Zaid Rauf betont: „Sie war nur Mitläuferin.“

Dennoch droht auch ihr im bevorstehenden Prozess wegen Brandstiftung – möglicherweise mit Todesfolge – eine mehrjährige Haftstrafe. Die Mädchen sollen durch gezielte Wohnhausbrände Angst und Schrecken verbreitet und den Tod eines Mannes verursacht haben – Letzteres wird von den Beschuldigten vehement bestritten.

Es gilt die Unschuldsvermutung.

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KO KOSMO-Redaktion
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