Ein Mallorca-Restaurant sucht öffentlich nach Gästen, die für Fischgerichte 45.000 Euro ausgaben. Die Gesamtrechnung von über 63.000 Euro sorgt für Aufsehen.
Ein Luxusrestaurant auf Mallorca hat mit einem ungewöhnlichen Social-Media-Beitrag für Gesprächsstoff gesorgt. Das „Annabel“ in Palmanova veröffentlichte auf Instagram eine Quittung über 63.237,90 Euro und fragte öffentlich nach den Gästen: „Wessen Rechnung ist das? Markiert sie bitte hier, wir möchten gerne darüber sprechen.“ Wie das Restaurant gegenüber der „Mallorca Zeitung“ erklärte, handelte es sich um eine 18-köpfige Gruppe, die allein für „diverse Fischgerichte“ 45.000 Euro ausgab. In seiner Instagram-Beschreibung bezeichnet sich das Lokal als mediterran-luxuriös.
Das im Mai 2025 eröffnete „Annabel“ stand bereits in der Vorwoche im medialen Rampenlicht. Wie die „Mallorca Zeitung“ berichtet, führte das Restaurant eine automatische Trinkgeldberechnung von zehn Prozent ein. Bei der betreffenden Rechnung schlug dies mit 5.748,90 Euro zu Buche. Das Lokal betont jedoch, dass diese Zahlung freiwillig sei und Kunden sowohl eine Gesamtsumme mit als auch ohne Trinkgeld angezeigt bekommen.
Prominente Spekulationen
Die Identität der großzügigen Gäste bleibt bislang im Dunkeln. Regionale Medien erwähnen, dass sich derzeit US-Schauspielerin Eva Longoria auf den Balearen aufhält. In den Kommentaren unter dem Post reagieren Nutzer mit Humor auf die exorbitante Summe.
„Meine Frau hat gerade herausgefunden, dass ich das in eurem Restaurant ausgegeben habe, und jetzt ist es Zeit, auf der Couch zu schlafen“, scherzt ein User. Mehrere konkurrierende Gastronomiebetriebe nutzen die Gelegenheit und laden die spendierfreudigen Gäste ein, bei ihnen vorbeizuschauen.
Kritik an Veröffentlichung
Es gibt jedoch auch kritische Stimmen zur Veröffentlichung der Rechnung. „Ein respektvolles Restaurant veröffentlicht nicht, was in seinem Restaurant passiert, geschweige denn von solchen Kunden“, lautet einer der Kommentare, der die Diskretion des Lokals in Frage stellt. Die Veröffentlichung von Gästerechnungen ohne Zustimmung bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone, da Restaurants grundsätzlich zur Vertraulichkeit verpflichtet sind.