Ein Griff ins Gras – und plötzlich beißt es zu. Ein 62-Jähriger aus der Steiermark erlebt einen Schock auf eigenem Grund.
Ort des Geschehens
Am Samstagnachmittag wurde ein 62-jähriger Mann auf seinem Hof in Neuberg an der Mürz im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag von einer Kreuzotter gebissen. Der Vorfall ereignete sich gegen 14 Uhr.
Der Mann wollte auf einer Wiese nach einem Gegenstand greifen, als ihn die Schlange in die Hand biss. Infolge des Bisses bildete sich eine Schwellung, der Mann blieb jedoch bei Bewusstsein. Die Kreuzotter verschwand unmittelbar nach dem Angriff wieder im umliegenden Gelände.
Rasche Erstversorgung
Ein zunächst angeforderter Rettungshubschrauber wurde nicht eingesetzt – das Rote Kreuz übernahm die Versorgung vor Ort und brachte den Verletzten ins LKH Mürzzuschlag. Die Kreuzotter zählt zwar zu den giftigen Schlangenarten Europas, ihr Biss lässt sich bei rechtzeitiger medizinischer Versorgung jedoch in der Regel ohne dauerhafte Folgeschäden behandeln.
Wer von einer Schlange gebissen wird, sollte Ruhe bewahren, den betroffenen Körperteil ruhigstellen und unverzüglich den Notruf wählen.
Eine rasche Erstversorgung kann dazu beitragen, ernsthafte Komplikationen abzuwenden und den Heilungsverlauf positiv zu beeinflussen.
Heimische Kreuzottern
Kreuzottern sind in Österreich heimisch und bevorzugen Wälder, Wiesen sowie Gehölze als Lebensraum. Ihre Bestände gelten als stabil, doch durch den Klimawandel steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Tiere auch in der Nähe bewohnter Gebiete anzutreffen sind. Wer im Freien arbeitet oder wandert, sollte daher aufmerksam bleiben, um unerwartete Begegnungen zu vermeiden.
In Österreich werden laut Fachangaben jährlich rund 40 Menschen wegen Schlangenbissen medizinisch behandelt, wobei etwa ein Drittel dieser Bisse ohne Giftübertragung („trockene Bisse“) verläuft. Nach Angaben der Giftnotrufzentrale in Wien werden pro Jahr im Mittel rund 19 Zwischenfälle mit Kreuzottern registriert – seit den 1960er‑Jahren ist in Österreich kein Todesfall nach einem Kreuzotternbiss dokumentiert worden.