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Protestakt

Mann setzt sich vor UNO-Hauptquartier in Brand und stirbt

Mann setzt sich vor UNO-Hauptquartier in Brand und stirbt
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Vor den Augen der Weltgemeinschaft setzt ein Mann ein stilles, aber erschütterndes Zeichen – direkt vor dem UN-Hauptgebäude in New York.

Vor dem Hauptgebäude der Vereinten Nationen in New York hat sich ein Mann selbst in Brand gesetzt und ist dabei ums Leben gekommen. Die Polizei wurde nach eigenen Angaben am Donnerstagabend Ortszeit darüber in Kenntnis gesetzt, dass sich ein Mann vor dem Gebäude angezündet hatte. Sein Tod wurde anschließend in einem Krankenhaus festgestellt.

Ein weiterer Pro-Tibet-Aktivist erklärte, der Mann habe mit seiner Tat gegen ein neues chinesisches Gesetz zur Assimilation ethnischer Minderheiten protestiert. Das Gesetz trägt offiziell den Titel „Gesetz zur Förderung der ethnischen Einheit und des Fortschritts“ und wurde im März vom Nationalen Volkskongress verabschiedet. Es trat am Mittwoch in Kraft und zielt darauf ab, in China eine „gemeinsame“ nationale Identität zu schaffen und die 55 anerkannten ethnischen Minderheiten stärker an die von Han-Chinesen dominierte Mehrheitsgesellschaft und die Kommunistische Partei zu binden.

Das Gesetz schreibt vor, dass Mandarin (Hochchinesisch) als „gemeinsame Landessprache“ im Bildungswesen, im öffentlichen Dienst und an öffentlichen Orten Vorrang vor den Sprachen der Minderheiten hat. Zudem verpflichtet es Eltern, ihren Kindern die Wertschätzung für die Kommunistische Partei Chinas zu vermitteln.

Protest gegen China

Aktivisten im Ausland sehen darin eine weitere Einschränkung der Rechte ethnischer Minderheiten wie der Uiguren und Tibeter. US-Medienberichten zufolge soll es sich bei dem Mann um einen Tibet-Aktivisten gehandelt haben. Die Ermittlungsbehörden bestätigten dies jedoch nicht.

Ein Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, er sei „bestürzt über den tragischen und schrecklichen Vorfall“. Ein Motiv nannte die Polizei zunächst nicht.

Tibets Geschichte

China hatte die Himalaya-Region Tibet 1950 gewaltsam annektiert, seit 1965 gilt Tibet offiziell als autonome Region. Das buddhistische Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, lebt seit mehr als fünf Jahrzehnten im Exil. Die Zentralregierung in Peking betrachtet ihn als Staatsfeind.

Die tibetische Exilregierung hat ihren Sitz in Dharamsala, Indien.

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KO KOSMO-Redaktion
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