2025 knackten AHS-Schüler einen Rekord bei der Matura – und eine Reform spielt dabei eine entscheidende Rolle.
An Allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) haben im vergangenen Jahr knapp 94 Prozent der Kandidatinnen und Kandidaten die Matura beim Haupttermin erfolgreich abgelegt. An den Berufsbildenden höheren Schulen (BHS) lag diese Quote bei 91 Prozent. Das geht aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ durch Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) hervor.
Die Gesamterfolgsquote über beide Schulformen hinweg erreichte 92,1 Prozent – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vor-Corona-Niveau: Im Jahr 2019 lag die Erfolgsquote bei etwa 85 Prozent.
Aufgeschlüsselt nach Schultypen zeigt sich: An der AHS-Langform bestanden 95 Prozent der Prüflinge, an den Oberstufenrealgymnasien waren es 91 Prozent. Den niedrigsten Wert innerhalb der BHS verzeichneten die Handelsakademien (HAK) mit 87 Prozent.
BHS-Ergebnisse
Innerhalb der BHS schnitten die Höheren Technischen Lehranstalten (HTL) mit einer Erfolgsquote von 93 Prozent am besten ab. Dahinter folgten die Höheren Lehranstalten für Land- und Forstwirtschaft (HLFS) mit 92 Prozent, die Humanberuflichen Schulen – darunter Einrichtungen mit Schwerpunkten in Wirtschaft, Tourismus und Sozialem – mit 91 Prozent sowie die Bildungsanstalten für Elementarpädagogik und Sozialpädagogik (BAfEP, BASOP) mit 90 Prozent.
AHS-Höchststand
Für die AHS markierte das Jahr 2025 einen Höchststand bei der Maturaerfolgsquote. Als wesentlicher Faktor gilt die Reform der Abschlussarbeiten: Die Vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) ist seither nicht mehr verpflichtend. Alternativ kann das Ergebnis eines forschenden, gestalterischen oder künstlerischen Prozesses als sogenannte „Abschließende Arbeit“ eingereicht werden.
Bis einschließlich des Schuljahres 2028/29 besteht darüber hinaus die Möglichkeit, stattdessen eine zusätzliche mündliche oder schriftliche Maturaprüfung abzulegen. Im vergangenen Jahr entschieden sich 54 Prozent der AHS-Maturantinnen und -Maturanten für diese letztgenannte Option.
Zu den erhöhten Erfolgsquoten trägt zudem bei, dass seit Sommer 2020 die Leistungen der letzten Schulstufe in die Matura-Bewertung einfließen – eine Maßnahme, die seither fixer Bestandteil der standardisierten Reife- und Diplomprüfung geblieben ist.