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Schwarzmarkt

Mega-Razzia deckt Tabak-Imperium auf – 6 Millionen Euro Schaden

Mega-Razzia deckt Tabak-Imperium auf – 6 Millionen Euro Schaden
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Der österreichischen Zollfahndung ist ein empfindlicher Treffer gegen den internationalen Zigarettenschmuggel gelungen. In einer illegalen Produktionsstätte im niederösterreichischen Industrieviertel, unweit der Grenze zum Burgenland, wurden knapp acht Millionen gefälschte Zigaretten beschlagnahmt. Das Finanzministerium informierte darüber am Donnerstag per Aussendung.

Der Tabaksteuerausfall auf die sichergestellte Ware wird mit rund 1,5 Millionen Euro beziffert, der Gesamtschaden für den Staat auf mehr als sechs Millionen Euro. Durch das rechtzeitige Eingreifen der Behörden konnte ein weiterer Steuerausfall in Höhe von etwa drei Millionen Euro abgewendet werden.

Illegale Fabrik gestürmt

An dem Einsatz waren neben rund 40 österreichischen Finanzbeamten auch Ermittler aus der Slowakei und Polen beteiligt. Im Auftrag der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft wurde eine vollständig autark betriebene Produktionshalle gestürmt. Im Inneren fanden die Beamten eine voll funktionsfähige Zigarettenfabrik vor, ergänzt durch behelfsmäßige Schlafunterkünfte für die dort beschäftigten Arbeiter.

Die gesamte Anlage war zur Abschirmung von Außengeräuschen schallisoliert und produzierte im Akkord für den europäischen Schwarzmarkt.

Umfangreiche Sicherstellung

Neben den Zigaretten wurden auch erhebliche Mengen an Produktionsmaterial sichergestellt: 22 Paletten Filterkarton, vier Paletten Filterpapier, zwei Paletten Alufolienpapier sowie zehn Paletten Zigarettenschachtelverpackungen. Mit diesem Material hätten nach Behördenangaben rund 80.000 Stangen Zigaretten gefertigt werden können.

Der Razzia waren wochenlange Ermittlungen vorausgegangen, bei denen unter anderem Drohnen zur Überwachung eingesetzt wurden.

Im Zuge des Einsatzes wurden drei Personen vorläufig festgenommen.