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Wirbel

Mehr Feiertage für Muslime? Debatte im Bundesland sorgt für Aufsehen

Mehr Feiertage für Muslime? Debatte im Bundesland sorgt für Aufsehen
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2 Min. Lesezeit |

Schleswig-Holstein geht einen bedeutenden Schritt: Islamische Feiertage erhalten einen neuen Status. Die Regelung sorgt für Anerkennung, wirft aber auch Fragen auf.

In Schleswig-Holstein sollen künftig der erste Tag des Ramadan- sowie des Opferfestes als islamische Feiertage anerkannt werden. Diese Tage werden nach dem Sonn- und Feiertagsgesetz behandelt, was eine mögliche Freistellung für Muslime bedeutet. Der entsprechende Vertrag zwischen dem Ministerium und dem Landesverband der Islamischen Kulturzentren Norddeutschland umfasst zudem weitere Aspekte wie die Ausbildung von Imamen.

Kulturministerin Dorit Stenke betont die gesellschaftspolitische Dimension: „Dieser Vertrag ist ein wichtiges Zeichen der Anerkennung und Gleichbehandlung der Religionsgemeinschaften. Menschen muslimischen Glaubens sind Teil unserer Gesellschaft. Das besiegeln wir mit diesem Vertrag.“

Praktische Auswirkungen

Die Initiative hat bundesweit Aufmerksamkeit erregt und kontroverse Diskussionen ausgelöst. Allerdings bedeutet die Regelung nicht, dass muslimische Arbeitnehmer automatisch zusätzliche gesetzliche Feiertage erhalten. Angestellte müssen weiterhin Urlaubsanträge stellen, die aus betrieblichen Gründen abgelehnt werden können.

Für Schüler sowie Beamte gelten hingegen erweiterte Möglichkeiten – sie dürfen mit entsprechender Begründung an diesen Tagen dem Unterricht bzw. dem Dienst fernbleiben. Ähnliche Modelle existieren bereits in anderen Bundesländern: Hamburg gewährt Schulkindern einen entsprechenden freien Tag, während Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen vergleichbare Regelungen implementiert haben.

⇢ Muslimische Feiertage jetzt offiziell anerkannt – Schüler und Arbeiter bekommen frei

Kritische Stimmen

Die Debatte bleibt jedoch nicht ohne kritische Stimmen. Die renommierte Islamwissenschaftlerin Susanne Schroter weist auf eine Unausgewogenheit in der öffentlichen Diskussion hin, bei der vorwiegend konservative muslimische Positionen Gehör fänden, während liberale Stimmen unterrepräsentiert blieben.

Sie gibt zudem zu bedenken, dass Muslime ohnehin an christlichen Feiertagen arbeitsfrei hätten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes leben in Deutschland rund 5,5 Millionen Muslime, was etwa 6,6 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht.

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KO KOSMO-Redaktion
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