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Mit 60 Chihuahuas eingesperrt: Frau quält Ehemann nach Hochzeit monatelang

Mit 60 Chihuahuas eingesperrt: Frau quält Ehemann nach Hochzeit monatelang
FOTO: iStock/Lazy_Bear/cynoclub
3 Min. Lesezeit |

Hinter der Fassade eines roten Backsteinhauses verbarg sich ein Martyrium: Ein Mann wurde monatelang gequält, während 60 Chihuahuas frei umherliefen. Seine Ehefrau steht nun vor Gericht.

Bei einer Hochzeit im August 2024 schien noch alles in bester Ordnung zu sein. Doch im belgischen Grobbendonk blieb fast ein Jahr lang unbemerkt, dass ein 48-jähriger Mann in einem roten Backsteinhaus neben 60 Chihuahuas schweren Misshandlungen ausgesetzt war. Erst als er im März fliehen konnte, alarmierten schockierte Nachbarn die Behörden. Nun muss sich seine Ehefrau Anna V. vor Gericht verantworten.

Die Anklage beschuldigt Anna V., ihren Ehemann auf grausame Weise gequält und wie ein Tier behandelt zu haben. Sie soll ihn in Hundezwinger eingesperrt und einmal sogar ohne Nahrung und Flüssigkeit im Keller gefangen gehalten haben. Während die zahlreichen Hunde frei auf dem Grundstück umherlaufen durften, musste er sich rund um die Uhr um die Tiere kümmern und barfußig deren Exkremente beseitigen.

Laut Staatsanwaltschaft übergoss sie ihn mit siedendem Wasser, nachdem zwei Hunde verendet waren und sie ihm die Schuld dafür gab. Aus Angst vor seiner Frau habe der Mann alle Misshandlungen ertragen.

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Dramatische Flucht

Der Belgier wurde regelmäßig mit Fäusten, Stühlen und sogar einem Kochtopf attackiert. Vor Gericht präsentierte Aufnahmen dokumentieren seine körperliche Veränderung – zu Beginn der Ehe erschien er gesund, später glich er nach Aussage der Staatsanwaltschaft „einem verbrannten Skelett“. Am 18. März gelang ihm schließlich die Flucht.

Unterkühlt, verletzt und nur mit Unterwäsche bekleidet klopfte er am Küchenfenster der Nachbarn. Als der Geschädigte später im Rettungswagen versorgt wurde, versuchte Anna V. offenbar noch, ihn zum Schweigen zu bringen. Die Sanitäter bemerkten jedoch seine Furcht und wiesen die Frau an, den Wagen zu verlassen. Erst dann offenbarte der Mann sein Martyrium.

Geständnis abgelegt

Die Beschuldigte streitet die Taten nicht ab. Sie erklärt, mit der Vielzahl der Hunde überfordert gewesen zu sein. „Ich war völlig erschöpft. Ich konnte nicht mehr und habe meinen Frust an ihm ausgelassen“, gestand sie vor Gericht. „Mir ist heute bewusst, was ich ihm angetan habe. Das hätte nie geschehen dürfen.“

Auf dem Mobiltelefon der Angeklagten entdeckten Ermittler sadistische Videoaufnahmen, die zeigen, wie sie ihren Ehemann verspottet und erniedrigt. Die belgische Staatsanwaltschaft plädiert für eine achtjährige Haftstrafe.

Mit einem Urteil wird im Jänner gerechnet.

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KO KOSMO-Redaktion
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