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Vergiftungsgefahr

Mobile Klimageräte im Sommer: So schützen Sie sich vor CO-Vergiftung

Mobile Klimageräte im Sommer: So schützen Sie sich vor CO-Vergiftung
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Kühle Luft, unsichtbare Gefahr: Wer im Sommer zur Klimaanlage greift, ahnt oft nicht, was dabei in den eigenen vier Wänden passieren kann.

Die Sommerhitze treibt immer mehr Wienerinnen und Wiener dazu, mobile Klimageräte in ihren Wohnungen einzusetzen – doch genau das kann in bestimmten Haushalten zu einer ernsthaften Gefahr werden. Wer gleichzeitig eine Therme oder einen Durchlauferhitzer betreibt, setzt sich einem erhöhten Kohlenmonoxid-Risiko aus. Die Wiener Rauchfangkehrer schlagen Alarm: Allein im Vorjahr mussten in Wien mehr als 6000 Anlagen wegen erheblicher Sicherheitsmängel gesperrt werden.

Gefährlicher Unterdruck

Michael Cesnek, Innungsmeister der Wiener Rauchfangkehrer, erklärt das Zusammenspiel der Risikofaktoren: Mobile Klimageräte entziehen der Raumluft Wärme und leiten die Abluft über einen Schlauch nach außen ab – dadurch entsteht in der Wohnung ein Unterdruck. Dieser kann dazu führen, dass Abgase von Thermen oder Durchlauferhitzern nicht mehr korrekt über den Rauchfang abgeleitet werden.

Kommt hinzu, dass hohe Außentemperaturen den natürlichen Kaminzug beeinträchtigen, entsteht eine gefährliche Kombination. „Gerade an heißen Sommertagen kann sich im Rauchfang ein sogenannter Luftstoppel bilden. Die Abgase entweichen dann nicht mehr richtig und gelangen im schlimmsten Fall zurück in die Wohnung. Das kann innerhalb kurzer Zeit lebensgefährlich werden“, erläuterte Cesnek.

Wer glaubt, dieses Problem betreffe nur veraltete Heizgeräte, irrt. Cesnek stellt klar: „Auch moderne raumluftabhängige Thermen und Durchlauferhitzer sind auf eine funktionierende Luftzufuhr angewiesen. Ist diese nicht mehr gewährleistet, kann vermehrt Kohlenmonoxid entstehen und in den Raum gelangen.“ Bei starkem Unterdruck – wie ihn etwa mobile Klimageräte oder Dunstabzüge erzeugen – können zudem jene Sicherheitseinrichtungen beeinträchtigt werden oder ganz ausfallen, die den Austritt von Abgasen verhindern sollen.

Im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Hauptkehrung überprüfen die Wiener Rauchfangkehrer jedes Jahr nicht nur Rauchfänge und Fluchtwege, sondern auch den sicheren Luftverbund in Wohnungen. Wie gravierend die Lage ist, verdeutlicht eine Zahl: „Allein im vergangenen Jahr wurden in Wien mehr als 6000 Anlagen festgestellt, von denen ein erhebliches Sicherheitsrisiko ausging und die deshalb gesperrt werden mussten“, berichtete Cesnek.

Bereits Anfang des Monats hatte die Berufsfeuerwehr auf die CO-Gefahr aufmerksam gemacht, nachdem ein elfjähriges Mädchen mit einer Kohlenmonoxidvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Wichtige Sicherheitshinweise

Wer in seiner Wohnung eine Therme oder einen Durchlauferhitzer betreibt und zusätzlich ein mobiles Klimagerät nutzt, sollte folgende Sicherheitshinweise beachten: An heißen Tagen Fenster oder Balkontüren öffnen, solange Therme oder Durchlauferhitzer in Betrieb sind, etwa beim Duschen. Mobile Klimageräte nur nach ausdrücklicher Freigabe durch den Rauchfangkehrer verwenden.

Thermen und Durchlauferhitzer sollten einmal jährlich von einem Fachbetrieb gewartet werden. Dem Rauchfangkehrer ist bei der gesetzlich vorgeschriebenen Hauptkehrung Zutritt zur Wohnung zu ermöglichen. Zudem empfiehlt sich die Montage eines CO-Warners im Aufstellungsraum des Gasgeräts.

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KO KOSMO-Redaktion
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