Monika: “Ich wollte keine Schlager singen!” (VIDEO)

INTERVIEW

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Monika: “Ich wollte keine Schlager singen!” (VIDEO)

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FOTO: zVg.

Nach ihrem Wechsel zur Produktionsfirma R-Music Stars Production, geht die junge Wienerin Monika mit den Liedern ihres neuen Albums „Ponos“ erfolgreich ihren Weg an die Spitze der Hitparaden. Wir verraten dir alles über sie.

KOSMO: Wann bist du genau nach Österreich gekommen?
Monika: Ich bin in Gradačac (BiH) geboren. Bis zu meinem zweiten Lebensjahr bin ich bei meinen Großeltern aufgewachsen, dann bin ich nach Österreich gekommen. Hier habe ich auch die Schule abgeschlossen.

Du bist im deutschen Sprachraum schon seit 2008 bekannt, als du bei DSDS einen tollen vierten Platz errungen hast. Danach hast du vier Alben herausgebracht. Aber es fehlte dir noch ein Hit für den endgültigen Durchbruch. Woran lag das deiner Meinung nach?
Damals war ich noch jung und konnte mich nicht entscheiden, welche Art von Musik ich machen wollte: Sollte ich auf Englisch, auf Deutsch oder in unserer Sprache singen? Ich habe während des Wettbewerbs in Deutschland vieles ausprobiert und Dieter Bohlen sagte mir, dass ich Schlager singen sollte, aber ich habe mich darin einfach nicht wiedergefunden. Je älter ich werde, desto lieber singe ich in unserer Sprache, und darum habe ich mich für diese Richtung entschieden. Jetzt bin ich schon älter, erfahrener und reifer und kann sagen, dass das für mich der richtige Weg ist.

Warum hat dir Dieter Bohlen in deiner weiteren Karriere nicht mehr geholfen?
Er wollte an meiner Karriere arbeiten, aber nur unter der Bedingung, dass ich Schlager singe, und das ist für mich nicht in Frage gekommen. Ich glaube, als Schlagersängerin wäre ich nicht glaubwürdig gewesen. Obwohl ich gerne Schlage höre, bin ich nicht die Richtige dafür.

Du hast an mehreren europäischen Wettbewerben teilgenommen. Warum hast du dich 2017 noch einmal entschieden, bei den „Zvezde Granda“ anzutreten?
Ich liebe es zu singen und das ist das, was mich ausmacht. Ich wollte es auch einmal bei einem unserer Wettbewerbe probieren. Ehrlich gesagt hatte ich nicht erwartet, ins Finale zu kommen. Ich habe mich mehr aus Liebe zum Singen angemeldet.

Andreana Čekić und du, ihr seid beide aus Wien gekommen und habt Karrieren in Serbien gestartet. Hat sie dir dabei geholfen?
Das erste Lied, das ich bei dem Wettbewerb gesungen habe, war von ihr. Sie hat mich von Anfang an sehr unterstützt. Mit ihr habe ich mich auch darüber beraten, was ich singen könnte.

LEIDENSCHAFT „Ich liebe es zu singen, das ist das, was mich als Person ausmacht.“

Kennt ihr euch von früher?
Nicht privat, obwohl ich sie noch aus der Zeit kenne, als sie im Labyrinth in Wien gesungen hat. Aber richtig kennengelernt haben wir uns erst, als ich ihr Lied gesungen habe. Damals hat sie mich gelobt und mir Unterstützung angeboten.

Das Publikum konnte bei dir zwischen den Zeiten von DSDS und dem Auftritt bei den „Zvezde Granda“ große Veränderungen im Image beobachten. Warum hast du dich zu diesem Schritt entschlossen?
Es gab einige kleine Veränderungen, die hatten aber nichts mit den Trends zu tun, sondern sind mit den Jahren gekommen. Ich habe Tätowierungen, die ich eh toll finde und die ich meiner Oma und meinem Opa gewidmet habe. Inzwischen habe ich auch abgenommen und trainiere mehr, aber Monika ist noch immer dieselbe Monika.

Im ersten Durchgang der „Zvezde Granda“ hast du die gesamte Jury mit deiner Interpretation des Songs „Hero“ von Mariah Carey begeistert, vor allem Marija Šerifović und Jelena Karleuš. In den folgenden Runden hat dich aber gerade Marija sehr oft kritisiert. Wie erklärst du dir das?
Marija hat von mir gefordert, mehr Unterhaltungsmusik zu singen, aber ich liebe diesen Mix aus Unterhaltungs- und Folkmusik. Ich finde, dass ihre Kritiken auf keinen Fall schlecht waren, sondern sie waren gut gemeint und sollten mir helfen.

War es schwer, ein passendes einheimisches Lied für den Wettbewerb zu finden, nachdem du zuvor ja nur internationale Musik gemacht hattest?
Sehr. Ich habe wirklich lange nach einem passenden Lied gesucht, denn ich wollte, dass meine Stimme voll zur Geltung kommt. Ich habe tagelang dagesessen und Lieder ausprobiert und konnte mich nicht entscheiden. Dann habe ich Marija gebeten, mich zu beraten, und am Ende glaube ich, dass keines falsch war.

Du hast ja mehrere Genres ausprobiert: Welches entspricht dir und deiner Stimme am meisten?
Ich mag alles gerne singen und kann mich nicht für einen einzigen Stil entscheiden, obwohl die Entscheidung gefallen ist, unsere einheimische Musik zu machen. Was den Stil betrifft, da muss ich mich erst noch selber finden.

War es schwer, unser Repertoire einzustudieren?
Nein. Ich habe unsere Lieder schnell gelernt, denn ich habe Tag und Nacht zu Hause gesessen und jedes von ihnen geübt. Ich habe zugehört, was andere singen, und Nummern gesucht, die mir liegen und die mir gefallen.

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„Das Lied ‚Ponos‘ hat mich schon beim ersten Anhören sehr berührt und ich wusste sofort, dass es das Richtige für mich ist.“ (FOTO: zVg.)

Du hast zwei Lieder für Grand herausgebracht…
So ist es. Mein erstes Lied war „Kerozin“ und das zweite „Manipulator“.

Warum hast du dich entschieden, diesen Musikverlag zu verlassen?
Weil ich mir jetzt selber die Lieder aussuchen kann, die ich singen will, und das ist mir neben meinem Manager Rudi am wichtigsten.

Vor kurzem hast du drei Lieder kurz nacheinander herausgebracht. War das eine besondere Taktik?
Das waren drei Lieder von meinem neuen Album „Ponos“. Weil es da um das Album geht, mache ich keine große Pause zwischen den Liedern. Demnächst kommen noch fünf weitere.

Welches Lied kommt im Moment am besten an?
Ehrlich gesagt, kommen sie alle gut an und wurden millionenfach angeschaut.

Warum heißt das Album „Ponos“ („Stolz“)?
Dieses Lied hat mich beim ersten Anhören sehr berührt und ich habe sofort gewusst, dass ich es nehmen wollte. Darum habe ich das ganze Album nach ihm benannt. Das ist auch mein Lieblingslied auf dem Album.

Warum hast du dich entschieden, deinen Familiennamen wegzulassen und nur noch Monika zu sein?
Bisher gibt es keine einzige Monika in unserer Musikszene und die Leute können sich meinen Namen leicht merken. Wenn ich morgen heirate und meinen Familiennamen ändere, dann muss ich da nichts ändern (lacht).

„Rada hat keinen Grund zur Eifersucht, denn sie hat mir selbst vorgeschlagen, ein Duett mit Haris aufzunehmen.“

– Monika

Mit welchem Sänger hast du bisher am liebsten zusammengearbeitet?
Ich wollte immer ein Duett mit einer weiblichen Stimme singen und es war eine große Ehre für mich, eines mit Tea Tairović aufzunehmen. Sie ist sehr talentiert und, was besonders wichtig ist, sie hat einen tollen Charakter.

Was sagst du zu den Gerüchten, dass Rada Manojlović eifersüchtig ist und dass sich zwischen dir und Haris Sympathien entwickeln?
Ich glaube, sie hat keinen Grund eifersüchtig zu sein. Sie war diejenige, die mich gefragt hat, ob ich ein Duett mit ihm aufnehmen wollte, und sie hat dieses Projekt von Anfang an verfolgt. Unsere Zusammenarbeit ist phantastisch und ich bin sehr zufrieden sowohl mit dem Spot wie auch mit dem Lied.

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„Je älter ich werde, desto lieber singe ich in unserer Sprache. Darum habe ich mich auch für diese musikalische Richtung entschieden.“ (FOTO: zVg.)

Was tust du in deiner Freizeit?
Ich liebe es zu kochen (lacht). Am liebsten bereite ich balkanische Spezialitäten zu. Außerdem gehe ich gerne mit meinem Hund Amon spazieren.

Hast du auch Zeit für ein Privatleben?
Natürlich. Manchmal lässt sich alles nur schwer unter einen Hut bringen, aber so ist dieser Beruf. Am Ende geht alles, wenn man es nur will.

Was sind deine Pläne für die nähere Zukunft?
Ich habe viel Arbeit vor mir, Aufnahmen von Liedern und Spots. Ich kann euch exklusiv verraten, dass es auf meinem Album auch ein Duett mit meinem Kollegen Sha geben wird.

In der Zwischenzeit veröffentlichte die Newcomerin zwei neue Hits, die ihr euch nun anhören könnt:

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Der gebürtige Wiener hatte seine ersten Berührungspunkte mit Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien der gebürtige Wiener bereits im Teenageralter. Ihre Sprache faszinierte ihn sehr schnell und die Liebe zum Balkan führte ihn bis zum Abschluss des Studiums der Slawistik (B/K/S). Heute ist er ein hervorragender Kenner der Balkangeschichte, der südslawischen Sprachen sowie der kleinsten kulturellen Nuancen der bosnischen, kroatischen und serbischen Dialekte. Mit einem kritischen Blick auf dem Balkan, schreibt er seine Texte aus einer besonderen, transslawischen, internationalen Perspektive, und seine Kritik lässt niemanden unberührt.