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Familiendrama

Mordprozess: Sohn schoss Mutter mit Schrotflinte ins Gesicht

Mordprozess: Sohn schoss Mutter mit Schrotflinte ins Gesicht
(FOTO: iStock/AmnajKhetsamtip/ Jordi Mora Igual)
2 Min. Lesezeit |

Ein tragisches Familiendrama erreicht diese Woche seinen juristischen Höhepunkt: Ein 32-jähriger Mann aus dem Pinzgau, bisher ohne Vorstrafen, sieht sich am Freitag dem Vorwurf des Mordes gegenüber. Wie der Staatsanwalt Robert Holzleitner darlegt, soll der bis dato arbeitslose Mann am 23. November des vergangenen Jahres seine eigene Mutter, eine 55-jährige Frau, in ihrem gemeinsamen Wohnhaus in Lofer vorsätzlich mit einer Schrotflinte getötet haben – ein Schuss ins Gesicht, aus nächster Nähe.

Notruf nach der Tat

In einem Schockzustand wählte der Sohn der Verstorbenen nach der Tat den Notruf und teilte der Polizei mit, dass er soeben seine Mutter erschossen habe. Dieses Geständnis und der Notruf waren der Beginn einer dramatischen Nacht.

Zurechnungsfähigkeit trotz Alkohol und Drogen

Zum Zeitpunkt der Tat wies der 32-Jährige einen Alkoholspiegel von rund 2,3 Promille im Blut auf. Erschwerend kam hinzu, dass er auch Drogenersatzmittel zu sich genommen hatte. Trotz dieser berauschenden Mischung stellte ein neuropsychiatrisches Gutachten fest, dass der Angeklagte zurechnungsfähig war, wenn auch seine Schuldfähigkeit als eingeschränkt gilt.

Im Schatten der Sucht und der Depression

Der Weg des Angeklagten in die Abgründe der Sucht begann bereits in jungen Jahren. Übermäßiger Konsum von Alkohol und Drogen kennzeichnete sein Leben seit der Jugend. Mehrfach musste er deshalb psychiatrische Behandlung in Anspruch nehmen, teils auch stationär. Er lebte seit seinem fünften Lebensjahr nur mit seiner Mutter in einem Einfamilienhaus in Lofer. Seit einigen Jahren war er arbeitslos.

Die Aufarbeitung des Familiendramas setzt sich nun in den Gerichtssaal fort, wo Antworten auf drängende Fragen erwartet werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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