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Trickbetrug

Mutmaßlicher Serienbetrüger gefasst – Polizei sucht weitere Opfer

Mutmaßlicher Serienbetrüger gefasst – Polizei sucht weitere Opfer
Foto: LPD Wien
2 Min. Lesezeit |

Gepflegt, überzeugend und mit einer immer gleichen Masche: Ein mutmaßlicher Serienbetrüger soll in Wien mehr als 70 Menschen um insgesamt rund 20.000 Euro gebracht haben.

Ein 41-jähriger kroatischer Staatsbürger steht im Verdacht, seit Mitte April 2026 durch das Vortäuschen einer Notlage zahlreiche Menschen um ihr Geld gebracht zu haben. Die Polizei rechnet dem Mann derzeit mehr als 70 Betrugsdelikte zu. Der bisher bekannte Gesamtschaden liegt bei rund 20.000 Euro. Die Geschädigten sollen ihm jeweils Bargeldbeträge zwischen 100 und 600 Euro ausgehändigt haben.

Der Mann trat laut Medienberichten gepflegt und gut gekleidet auf und sprach seine späteren Opfer überwiegend in Tiefgaragen und bei Geschäftslokalen an. Dabei behauptete er, sich aus einem hochwertigen Fahrzeug ausgesperrt zu haben. Sein Mobiltelefon, seine Geldbörse und seine Ausweisdokumente befänden sich angeblich im versperrten Wagen. Unter dem Vorwand, dringend einen Termin in Salzburg wahrnehmen zu müssen, bat er um Geld für die Zugfahrt und eine Unterkunft.

Auf frischer Tat festgenommen

Nach umfangreichen kriminalpolizeilichen Ermittlungen und gezielten Schwerpunktmaßnahmen nahmen Beamte des Stadtpolizeikommandos Innere Stadt den Verdächtigen am 16. Juli 2026 im 1. Bezirk auf frischer Tat fest. Die Staatsanwaltschaft Wien ordnete anschließend seine Einlieferung in eine Justizanstalt an.

„Unter dem Vorwand, den geliehenen Betrag am nächsten Tag zurückzuzahlen oder zu überweisen, brachte er die Geschädigten dazu, ihm Bargeldbeträge zwischen 100 und 600 Euro auszuhändigen“, erklärte Polizeisprecherin Anna Gutt gegenüber der APA.

Die weiteren Ermittlungen werden vom Stadtpolizeikommando Landstraße geführt. Die Polizei geht davon aus, dass es eine erhebliche Dunkelziffer weiterer, bislang nicht angezeigter Straftaten geben könnte. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurden deshalb auch Lichtbilder des Beschuldigten veröffentlicht.

Personen, die ebenfalls Opfer der beschriebenen Masche geworden sein könnten, werden gebeten, sich beim Stadtpolizeikommando Landstraße unter der Telefonnummer 01-31310-58252 zu melden.

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KO KOSMO-Redaktion
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