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Vergiftungsverdacht

Nach Drama um tote Familie: Weiterer Deutscher in Istanbul verstorben

Nach Drama um tote Familie: Weiterer Deutscher in Istanbul verstorben
Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Erneut stirbt ein deutscher Tourist in Istanbul unter mysteriösen Umständen – im selben Stadtteil, in dem kürzlich eine vierköpfige Familie ihr Leben verlor.

In der Türkei sorgt ein weiterer Todesfall eines deutschen Touristen für Beunruhigung. Der Mann reiste am Montag in die Türkei ein und bezog eine Unterkunft im Istanbuler Stadtteil Fatih. Nur zwei Tage später wurde er mit Atembeschwerden und starkem Schwitzen in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er kurze Zeit später verstarb. Wie das Magazin „Focus“ berichtet, ist die genaue Todesursache noch vollkommen ungeklärt. Nach ersten Untersuchungen soll der Verstorbene am Tag vor seiner Hospitalisierung Reis mit Bohnen konsumiert und eine Wasserpfeife geraucht haben. Ein Zusammenhang zwischen diesen Aktivitäten und seinem Tod konnte bislang nicht hergestellt werden.

Besondere Aufmerksamkeit erregt der Fall durch einen auffälligen Umstand: Der Verstorbene war im selben Stadtviertel untergebracht wie eine Familie aus Hamburg, deren Tod in der vergangenen Woche für Schlagzeilen sorgte. Die vierköpfige Familie war am 9. November nach Istanbul gekommen und drei Tage später mit Symptomen, die zunächst auf eine Lebensmittelvergiftung hindeuteten, in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Alle Familienmitglieder verstarben kurz darauf, der Vater als letzter am 17. November.

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Chemische Vergiftung

Laut Berichten der Zeitung „Heute“ gehen die Ermittlungsbehörden mittlerweile nicht mehr von verdorbenen Nahrungsmitteln aus, sondern vermuten eine chemische Vergiftung in der Hotelunterkunft. Ein Zimmer des Hotels soll wegen eines Bettwanzenbefalls mit Chemikalien behandelt worden sein.

Im Zuge der Ermittlungen wurden acht Verdächtige festgenommen, darunter Lebensmittelhändler und der Schädlingsbekämpfer, der die chemischen Substanzen angewendet haben soll. Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu zitiert den Kammerjäger mit den Worten, er verfüge über keine spezielle Zertifizierung, ein Kollege habe ihm mitgeteilt, „das brauche man nicht“.

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Dramatische Videoaufnahmen

Für zusätzliche Kontroversen sorgen Videoaufnahmen aus dem Hotel, die in der türkischen Öffentlichkeit intensiv diskutiert werden. Die Aufzeichnungen zeigen offenbar, wie die Familie nachts im Gebäude eingeschlossen war, während draußen bereits ein Rettungswagen wartete. Auf den Bildern ist zu sehen, wie ein Mann mit einem Kind im Arm vergeblich versucht, die verschlossene Eingangstür zu öffnen und schließlich dagegen schlägt.

Laut Anadolu hatte der Rezeptionist das Gebäude einfach abgeschlossen, um eine Mahlzeit einzunehmen.

Türkische Medien berichten nun übereinstimmend von einem weiteren deutschen Touristen, der verstorben ist – nur wenige Tage nachdem der Tod der vierköpfigen Familie aus Hamburg für Erschütterung gesorgt hatte.

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KO KOSMO-Redaktion
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