Die Teuerungswelle im öffentlichen Verkehr rollt weiter: Ab September müssen Pendler in der Ostregion tiefer in die Tasche greifen – betroffen sind mehrere VOR-Ticketvarianten.
Ab 1. September steigen die Preise für verschiedene Ticketangebote des Verkehrsverbunds Ost-Region (VOR) um 7,7 Prozent. Betroffen sind das VOR Klimaticket MetropolRegion, das VOR Region sowie die VOR Strecken-Jahreskarten. Die Preisanpassung folgt der Indexierung des bundesweiten Klimatickets Österreich, wie der Verkehrsverbund mitteilte. Beim Klimaticket MetropolRegion bleibt der Sockelbetrag für die Kernzone Wien unverändert – die Erhöhung betrifft ausschließlich den regionalen Anteil für Niederösterreich und das Burgenland.
Konkret steigt das VOR KlimaTicket MetropolRegion von 860 auf 898 Euro im Vollpreis, für Senioren von 607 auf 635 Euro und für Jugendliche von 737 auf 765 Euro. Bei monatlicher Abbuchung erhöhen sich die Beträge von 879 auf 939 Euro (Vollpreis), von 628 auf 656 Euro (Senioren) und von 758 auf 806 Euro (Jugend).
Gründe der Preiserhöhung
Der Verkehrsverbund begründet den Preisanstieg mit der Notwendigkeit, den Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes voranzutreiben und auf die allgemeine Kostenentwicklung zu reagieren. Besonders die gestiegenen Energie- und Betriebskosten werden als Faktoren angeführt. Dennoch tragen weiterhin die Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland sowie der Bund den Großteil der Kosten für den öffentlichen Verkehr in der Ostregion. Der VOR betont, dass Fahrgäste trotz der aktuellen Preisanpassung auf den meisten Strecken im Vergleich zur Pkw-Nutzung günstiger, sicherer und umweltfreundlicher unterwegs seien.
Die Preisanpassung bei den VOR-Tickets ist direkt an die Indexierung des bundesweiten Klimatickets gekoppelt. Diese erfolgt als Wertsicherung nach dem Verbraucherpreisindex und wurde bereits von den zuständigen Ministerien und Verkehrsverbünden bestätigt.
Weitere Teuerungen
Die Teuerungswelle setzt sich damit fort. Im Juli wurden im Rahmen des laufenden Sparprogramms bereits die Gebühren für amtliche Dokumente wie Reisepass, Personalausweis und Führerschein deutlich angehoben. Anfang August folgte dann eine Preiserhöhung beim bundesweiten Klimaticket, das nun 1.300 Euro statt bisher 1.095 Euro kostet.
Auch der ermäßigte Tarif wurde von 821 auf 975 Euro angehoben.