Start News Chronik
Norovirus

Nach McDonald’s-Besuch: 50 Leute an Brechdurchfall erkrankt

McDonalds
(Foto: iStock/Nalin Prutimongkol)

In einer McDonald’s-Filiale in Amstetten, Niederösterreich, trat eine hohe Anzahl von Brechdurchfall-Erkrankungen auf.

Die Bezirkshauptmannschaft Amstetten berichtet von 50 bestätigten Fällen des Norovirus. Die Ausbrüche betreffen unter anderem 16 Soldaten einer örtlichen Kaserne, wie auch das österreichische Bundesheer bestätigt.

Umfassende Grundreinigung

Das Fastfood-Restaurant musste daraufhin am Freitag eine umfassende Reinigung durchlaufen. McDonald’s selbst entkräftet Vermutungen, die Hygiene- oder Lebensmittelstandards hätten zu den Infektionen beigetragen. „Eine Beteiligung unserer Betriebe in die Verbreitung des Virus konnte definitiv ausgeschlossen werden“, unterstrich die Unternehmensleitung.

Betroffene im Landesklinikum Amstetten

Mehrere Bürger, die im Anschluss an den Besuch der besagten Filiale über Übelkeit und Erbrechen klagten, suchten medizinische Hilfe im Landesklinikum Amstetten. Die sofort eingeleiteten Untersuchungen des Gesundheitsamtes ergaben, dass das Norovirus, bekannt für seine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch, als Ursache der Erkrankungen identifiziert wurde.

Wiedereröffnung unter Beobachtung

Nach gründlicher Inspektion durch die Gesundheitsbehörde ist eine Wiedereröffnung der Filiale für den folgenden Samstag vorgesehen. Wilhelm Baldia, Sprecher von McDonald’s Österreich, teilte mit, dass nach engem Austausch mit den Behörden und der Durchführung aller notwendigen Sicherheitsmaßnahmen eine weitere Verbreitung des Virus verhindert werden konnte.

Noroviren, von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) als eine der verbreitetsten Ursachen für Magen-Darm-Erkrankungen weltweit genannt, führen zu akuten Beschwerden, die durch direkten Kontakt zwischen Personen oder kontaminierte Oberflächen leicht übertragen werden.