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Skandal

Nach Skandal: WKO-Chef Walter Ruck tritt zurück

Nach Skandal: WKO-Chef Walter Ruck tritt zurück
(FOTO: Stadt Wien / Christian Jobst)
2 Min. Lesezeit |

Geleakte Tonmitschnitte, Postenschacher-Vorwürfe, abfällige Aussagen – der Druck wurde für Walter Ruck am Ende zu groß.

Walter Ruck, der bisherige Präsident der Wirtschaftskammer Wien, hat seinen Rücktritt bekanntgegeben – der Auslöser war ein Skandal rund um geleakte Gesprächsprotokolle. In der Vorstandssitzung des Wirtschaftsbunds Wien am Donnerstag erklärte er seinen Abgang aus dem öffentlichen Leben. Der Vorstand sprach ihm seinen Dank für die geleistete Arbeit aus.

Seine Nachfolge tritt Margarete Kriz-Zwittkovits an, die fortan sowohl als Obfrau des Wirtschaftsbunds Wien als auch als Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien fungiert.

Kriz-Zwittkovits übernimmt

„Die Ereignisse der letzten Wochen haben zu nachvollziehbaren Irritationen geführt, die von unserer eigentlichen Arbeit abgelenkt haben. Meine Aufgabe sehe ich darin, möglichst rasch einen Neubeginn zu organisieren und das verlorene Vertrauen wiederherzustellen, sowie den laufenden Reformprozess zügig und umsichtig umzusetzen“, so WB-Wien-Obfrau Kriz-Zwittkovits in einer ersten Reaktion.

Sie fügte hinzu: „Auch wenn mich diese großen Aufgaben überraschend ereilen, freue ich mich auf die Herausforderung, meinen Beitrag zu leisten, damit die Wirtschaftskammer Wien und der Wirtschaftsbund Wien in eine erfolgreiche Zukunft gehen können.“

Skandal eskaliert

Der Skandal hatte vor rund drei Wochen seinen Anfang genommen, als geleakte Gesprächsprotokolle an die Öffentlichkeit gelangten. Die Mitschnitte enthielten Aussagen, die als Postenschacher gewertet wurden, sowie abfällige Bemerkungen über Frauen, Industrievertreter und Parteifreunde. Die ÖVP reagierte schließlich mit einem einstimmigen Beschluss, Ruck aus seinen Funktionen zu drängen.

Eine neuerliche Eskalation brachte die erstmalige Veröffentlichung mutmaßlicher Tonausschnitte am Mittwoch mit sich. In deren Folge geriet Rucks roter Kammer-Vize Marko Fischer wegen einer fehlenden eidesstattlichen Erklärung unter Druck, bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe jedoch.

Ruck selbst hatte die Anschuldigungen bis zuletzt zurückgewiesen und seinen Verbleib in den Ämtern betont.

Was ihn letztlich zum Einlenken bewog, ist bislang nicht bekannt.

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KO KOSMO-Redaktion
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