Ein Mädchen geht abends schlafen – und wacht nie mehr auf. Was in dieser Nacht geschah, erschüttert eine ganze Familie.
In der Nacht vom 6. Mai wachte die neunjährige Hannah Teklic aus dem Schlaf auf und klagte über heftige Schmerzen im Kopf und im Nacken. „Sie sagte, die Schmerzen seien wirklich schlimm und sie wolle ins Krankenhaus, weil sie dachte, sie würde sterben“, erzählte ihre Mama Wasima Lamrani gegenüber der Daily Mail. Da Wasima die Beschwerden zunächst auf Hannahs Tanzstunden zurückführte, verabreichte sie ihr Schmerzmittel.
Kurz darauf erbrach sich das Mädchen, stürzte aus dem Bett und erlitt einen Krampfanfall.
Kampf ums Überleben
Der Rettungsdienst brachte Hannah umgehend ins St. George Hospital – doch noch während der Fahrt setzte ihre Atmung aus. Im Krankenhaus wurde sie notoperiert, um den Hirndruck zu senken und angesammelte Flüssigkeit abzuleiten. Anschließend verlegten die Ärzte sie ins Sydney Children’s Hospital.
Trotz aller Bemühungen blieb eine Besserung aus: Zwei Tage nach dem Einsetzen der ersten Symptome wurde Hannah für hirntot erklärt. „Am Mittwochabend ging es ihr noch bestens. Das ergibt überhaupt keinen Sinn“, trauerte Vater Ivan. „Wir brachten es nicht übers Herz, die lebenserhaltenden Maßnahmen am Muttertag abzuschalten, deshalb blieben wir bis Montag bei ihr.“
Seltene Gefäßfehlbildung
Als wahrscheinliche Ursache gilt eine arteriovenöse Malformation – eine angeborene Fehlverbindung zwischen Arterien und Venen, die den Blutfluss stört und dazu führt, dass umliegendes Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Laut der Brain Foundation entsteht diese Erkrankung während der Entwicklung oder kurz nach der Geburt und betrifft etwa drei von 10.000 Menschen.
„Die Ärzte sagten uns, dass wir nichts hätten tun können, selbst wenn wir früher einen Krankenwagen gerufen hätten“, erklärte der Vater weiter. „Hannah liebte alles und jeden“, fuhr er fort. „Sie würde keiner Fliege etwas zuleide tun.“