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Make-Up und Kleidung

Nicht elegant genug: Direktor schickt 200 Schülerinnen nach Hause

(FOTO: iStock/monkeybusinessimages)
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In einer walisischen Bildungseinrichtung hat die strikte Durchsetzung der Uniform-Politik durch den neuen Schulleiter für Diskussionsstoff gesorgt.

Besonders die Art und Weise, wie mit Schülerinnen und Schülern umgegangen wird, die sich nicht an die Kleidungsvorschriften halten, hat für Empörung unter den Eltern gesorgt. Mit einem Zollstock wurden Rocklängen abgemessen und Makeup mit Feuchttüchern entfernt. Sogar Nagelscheren kamen angeblich zum Einsatz. Eine 13-Jährige berichtet, eine Lehrerin habe versucht, ihren Rock weiter herunterzuziehen, um ihre Knie zu bedecken.

Strenge Überwachung

Die Caldicot School in Monmouthshire, unter der neuen Leitung von Albun Ebenezer, hat laute Stimmen des Protests aus der Schulgemeinde hervorgerufen, nachdem drastische Schritte eingeleitet wurden, um die Einhaltung der Uniformregeln sicherzustellen. „Schülerinnen und Schüler dürfen nicht in der Schule herumlaufen, wenn die Regeln nicht befolgt werden“ stand in einem Brief an die Eltern.

Etwa 200 Schülerinnen, deren Äußeres nicht mehr zu „retten“ war, wurden vom Unterricht ausgeschlossen, da ihre Kleidung als nicht regelkonform angesehen wurde. Zusätzlich mussten ungefähr 50 Buben Nachsitzen, weil ihre Hosen und Socken nicht korrekt waren.

Eltern fordern Gerechtigkeit

Die Frage, inwiefern der Bildungszugang für ihre Kinder durch solche Vorgaben unverhältnismäßig erschwert wird, steht im Raum. Eine Mutter sagte gegenüber der „DailyMail“: „Es ist unfair und auf Mädchen gerichtet. Es ist mehr als ein Witz, sie wollen sie überhaupt nicht unterrichten.“ Ein Vater ist besorgt, dass diese Vorgehensweise sogar emotionalen Schaden anrichten könne.

Die Sichtweise der Schulleitung

Ebenezer, bekannt für seine strikte Haltung in Modefragen aus seiner vorherigen Position, vertritt die Ansicht, dass eine ordentliche Schuluniform essentiell für die Vorbereitung der Schüler auf das Berufsleben sei.

Die konkreten Kleidungs-Regeln:

  • Hosen: Schlicht, schwarz, formell, passend geschnitten und in voller Beinlänge.
  • Röcke: Schlicht, schwarz, formell, passend geschnitten und in angemessener Länge. Der Bund darf nicht umgeschlagen werden.
  • Shorts: Schlicht, schwarz, formell, passend geschnitten und in angemessener Länge. Lässige Shorts, Sporthosen mit Logos sind nicht erlaubt.
  • Schuhe: Schlicht, schwarz, aus Leder oder Kunstleder. Sportliche Schuhe wie Sneaker, Stiefel, Schlappen und Schuhe mit Absätzen sind nicht erlaubt.

Für Accessoires und Make-Up gilt folgendes:

  • Schmuck: Die Schüler dürfen in jedem Ohr einen einfachen Metallstecker oder einen kleinen Metallohrring (nicht größer als ein Zentimeter Durchmesser) tragen. Fleshholes (Ohrringe, die die Löcher im Ohr über den normalen Bereich herkömmlicher Ohrringe hinaus erweitern) sind nicht erlaubt. Hornartige Verzierungen, bei denen der hintere Teil des Piercings übermäßig weit hinter das Ohr reicht, sind nicht zulässig. Andere Piercings als Ohrpiercings sind nicht erlaubt. Jede Halskette muss unter dem Hemd getragen werden.
  • Make-up und Fingernägel: Wir ermutigen die Schülerinnen und Schüler, kein Make-up oder Nagellack in der Schule zu tragen. Wenn jedoch Make-up getragen wird, muss es dezent und unauffällig sein. Übertriebenes oder grelles Make-up ist nicht akzeptabel. Die Nägel müssen eine praktische Länge haben.

In einem Leitfaden der Schule steht: „Der erste Eindruck zählt. Unsere Schuluniform ist obligatorisch und wir erwarten von allen Schülern, dass sie immer elegant und in der richtigen Uniform zur Schule kommen.“