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Verbraucherfalle

ÖAMTC entlarvt teuren Fake: Diese Wundermittel sind reine Geldverschwendung

ÖAMTC entlarvt teuren Fake: Diese Wundermittel sind reine Geldverschwendung
Foto: iStock, Screenshot Youtube
3 Min. Lesezeit |

Spritsparen per Stecker oder Zusatz klingt verlockend – doch ÖAMTC und ADAC haben diese Versprechen gründlich unter die Lupe genommen.

Angesichts hoher Kraftstoffpreise greifen viele Autofahrer zu vermeintlichen Wunderlösungen – doch Dongles, Metallstifte und Tankzusätze halten ihren Versprechen nicht stand. Der ÖAMTC warnt ausdrücklich vor diesen Produkten: Gemeinsame Tests mit dem deutschen Partnerclub ADAC sowie der TU Wien haben eindeutig belegt, dass derartige Gadgets weder den Verbrauch senken noch anderweitig einen messbaren Nutzen liefern – das investierte Geld ist schlicht verloren.

Dass Autofahrerinnen und Autofahrer in Zeiten teurer Kraftstoffe nach Wegen suchen, ihren Verbrauch zu drosseln, ist nachvollziehbar. Beim ÖAMTC häufen sich deshalb derzeit nicht nur Anfragen rund ums spritsparende Fahren. „Immer wieder machen uns Mitglieder auf Angebote aufmerksam, die wundersame Einsparungen versprechen. Neben den seit Jahren regelmäßig auftauchenden Metallstiften und Zusatzstoffen für den Tank, sind ‚Dongles‘, also elektrische Module, die an der Diagnosebuchse angeschlossen werden können, die neueste Masche“, fasst ÖAMTC-Techniker Dominik Darnhofer zusammen.

Dongles im Test

Eine aktuelle Untersuchung des ADAC hat ergeben, dass ein eingesteckter Dongle zwar optisch mit Blinksignalen reagiert, eine tatsächliche Kommunikation mit dem Fahrzeug aber ausbleibt. „Fakt ist: Keines dieser Produkte wirkt sich positiv auf den Verbrauch aus, die versprochenen Einsparungen konnten in keinem wissenschaftlichen Test nachgewiesen werden. Wir haben bereits vor Jahren gemeinsam mit der TU Wien sowohl am Rollenprüfstand als auch auf der Straße Untersuchungen durchgeführt. Immer mit dem gleichen Ergebnis: Es bringt keinerlei Vorteil, ein solches ‚Wundermittel‘ zu verwenden“, fasst der ÖAMTC-Experte zusammen.

Einen technischen Schaden am Fahrzeug richten diese Produkte in der Regel nicht an. „Sehr wohl aber der Geldbörse – so gesehen also genau das Gegenteil von dem, was man eigentlich erreichen wollte“, stellt Darnhofer klar. Das für solche Produkte ausgegebene Geld ist damit ohne Gegenwert verloren.

Wirksame Alternativen

Wer seinen Verbrauch tatsächlich senken möchte, findet in bewährten Maßnahmen die einzig wirksame Grundlage: sanftes Beschleunigen und frühzeitiges Schalten, regelmäßige Kontrolle des Reifendrucks sowie Verzicht auf unnötigen Ballast im Fahrzeug. Hinzu kommt das Abnehmen von Dachboxen und Trägern, wenn diese nicht benötigt werden, das Vermeiden von Kurzstrecken mit kaltem Motor sowie das Abschalten des Motors bei längeren Standzeiten.

Ebenso empfehlenswert sind die Wahl rollwiderstandsoptimierter Reifen sowie eine konsequente Fahrzeugwartung. Laut ÖAMTC können Autofahrer ihren Kraftstoffverbrauch durch vorausschauende, sanfte Fahrweise und frühes Hochschalten um bis zu rund zehn Prozent senken, wenn sie ihren Fahrstil entsprechend anpassen. Nur diese Maßnahmen führen zu echten, messbaren Einsparungen.

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KO KOSMO-Redaktion
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