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Gesundheitsvorsorge

ÖGK verschickt 500.000 Briefe: Wer jetzt Post bekommt

ÖGK verschickt 500.000 Briefe: Wer jetzt Post bekommt
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

500.000 Briefe und Tausende neu entdeckte Gesundheitsrisiken – die ÖGK verstärkt ihre Initiative zur Früherkennung.

Die Österreichische Gesundheitskasse verschickt in den kommenden Wochen rund 500.000 Einladungsbriefe an Versicherte, die bislang noch keine kostenlose Vorsorgeuntersuchung in Anspruch genommen haben oder deren letzte Untersuchung bereits längere Zeit zurückliegt. Ziel der Aktion ist es, gesundheitliche Risiken möglichst früh zu erkennen und rechtzeitig behandeln zu können.

Im Jahr 2024 nahmen rund 1,4 Millionen Menschen in Österreich eine allgemeine Vorsorgeuntersuchung in Anspruch, davon etwa 54 Prozent Frauen und 46 Prozent Männer. Das entsprach einer Teilnahmequote von 18,6 Prozent der anspruchsberechtigten Bevölkerung – damit nutzte weniger als jede fünfte Person das Angebot.

Neue Diagnosen

Die Zahlen aus dem Jahr 2025 zeigen, wie bedeutsam diese Untersuchungen sein können: Bei rund 160.000 Patient:innen wurde im Rahmen des Vorsorgeprogramms mindestens eine neue Verdachtsdiagnose gestellt. Mehr als 75.000 Fälle von Bluthochdruck wurden entdeckt, fast 43.000-mal wurde Diabetes diagnostiziert. Darüber hinaus wurden zahlreiche kardiovaskuläre Erkrankungen sowie Auffälligkeiten der Haut erkannt.

Grundsätzlich haben alle in Österreich lebenden Personen ab 18 Jahren einmal jährlich Anspruch auf eine kostenlose Vorsorgeuntersuchung. Diese kann bei Ärzt:innen mit entsprechendem Vorsorgeuntersuchungs-Vertrag sowie in teilnehmenden Gesundheitszentren durchgeführt werden. Über die „Meine ÖGK-App“ können Versicherte prüfen, wann ihre nächste Vorsorgeuntersuchung möglich ist, und gezielt nach einer Ordination in ihrer Nähe suchen.

Empfehlungen nach Alter

2024 nahmen 18,6 Prozent der anspruchsberechtigten Bevölkerung eine allgemeine Vorsorgeuntersuchung in Anspruch. Mit den Einladungsbriefen will die ÖGK nun gezielt auch Menschen erreichen, die den Gesundheits-Check bisher noch nie oder schon länger nicht genutzt haben. Eine persönliche Einladung ist für die Teilnahme nicht zwingend erforderlich – es genügt, dass die letzte Untersuchung mindestens ein Jahr zurückliegt. Zur Darmkrebs-Früherkennung werden im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung ab 45 Jahren ein Test auf verborgenes Blut im Stuhl und eine Darmspiegelung in entsprechenden Intervallen angeboten. Männer zwischen 50 und 69 Jahren können bei fehlenden Beschwerden und ohne erhöhtes Risiko auf Wunsch kostenlos einen PSA-Test zur Prostatakrebs-Früherkennung durchführen lassen.

Personen unter 40 Jahren sollten die Vorsorgeuntersuchung alle drei Jahre wahrnehmen, ab dem 40. Lebensjahr wird ein zweijährlicher Rhythmus empfohlen.

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KO KOSMO-Redaktion
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