Eine vermeintliche Rückzahlung von fast 3.000 Euro – doch dahinter steckt eine perfide Falle, die auf echte Bankdaten abzielt. In Österreich kursiert derzeit eine neue Betrugsmasche: Kriminelle verschicken gefälschte Nachrichten, die scheinbar von der Österreichischen Gesundheitskasse stammen.
Die betrügerischen Nachrichten stellen eine angebliche Rückzahlung in Höhe von 2.998 Euro in Aussicht, die von der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) veranlasst worden sei. Um den Betrag zu erhalten, werden die Empfänger aufgefordert, ihr Bankkonto angeblich mit dem Portal „Meine ÖGK“ zu verbinden. Tatsächlich führt der Link auf eine gefälschte Seite, über die zunächst persönliche Daten und anschließend die Online-Banking-Zugangsdaten der Betroffenen abgegriffen werden sollen.
Täuschend echte Webseite
Besonders hinterhältig an dieser Methode: Der in der Nachricht enthaltene Link führt auf eine Webseite, die dem offiziellen Auftritt der ÖGK täuschend ähnlich sieht. Logo, Farbgestaltung und sogar Verlinkungen zu echten Seiten wurden nachgeahmt, um einen seriösen Eindruck zu erwecken. Wie die Faktencheck-Plattform Mimikama berichtet, werden die Nutzer auf dieser gefälschten Seite dazu aufgefordert, persönliche Angaben sowie ihre Online-Banking-Zugangsdaten einzugeben – die anschließend direkt in die Hände der Täter gelangen.
Mimikama weist ausdrücklich darauf hin, dass für eine Gutschrift auf das eigene Konto keinerlei Anmeldung im Online-Banking erforderlich ist. Die ÖGK fordert ihre Versicherten niemals per E-Mail oder SMS über einen Direktlink dazu auf, sensible Daten oder Zahlungsinformationen einzugeben beziehungsweise zu ändern. Wer bereits Daten eingegeben hat, sollte umgehend seine Bank kontaktieren, den Zugang sperren lassen und versuchen, allenfalls bereits ausgeführte Überweisungen rückgängig zu machen.
Offizielle Warnung der ÖGK
Die Österreichische Gesundheitskasse warnt in einer offiziellen Mitteilung ausdrücklich davor, auf betrügerische E-Mails zu reagieren, in denen Versicherte wegen einer angeblichen Rückerstattung kontaktiert und zur Öffnung eines Links sowie zur Eingabe persönlicher Daten aufgefordert werden. Die ÖGK betont, dass auf keinen Fall der angegebene Link geöffnet oder persönliche Daten bekanntgegeben werden sollen.
Die Gesundheitskasse hält zudem fest, dass sie ihre Versicherten niemals per E-Mail oder SMS über einen Direktlink dazu auffordert, sensible Daten wie Passwörter, PINs oder persönliche Kundendaten zu ändern oder zu bestätigen. Verdächtige E-Mails sollten sofort gelöscht werden. Die ÖGK empfiehlt ausschließlich die Nutzung der offiziellen Website beziehungsweise des Service-Portals mit ID-Austria-Login.
Sichere Webadressen
Grundsätzlich gilt: Abweichende Internetadressen sollten stets als Warnsignal gewertet werden. Die offizielle Website der ÖGK ist unter „oegk.at“ erreichbar, das Serviceportal „Meine ÖGK“ unter „meine.oegk.at“.
Sobald eine andere URL angezeigt wird, ist äußerste Vorsicht geboten.