Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Infrastrukturprojekt

Österreich finanziert Öffi-Sanierung in Sarajevo

Österreich finanziert Öffi-Sanierung in Sarajevo
FOTO: KS-Verkehrsministerium
2 Min. Lesezeit |

Wien und Sarajevo rücken näher zusammen – mit einem Projekt, das den Alltag Tausender Fahrgäste verändern soll.

Zwischen Sarajevo und Wien wurde dieser Tage eine weitere Brücke gebaut – nicht aus Stahl und Beton, sondern aus Papier und Partnerschaft. Minister Steta unterzeichnete gemeinsam mit Stela Melnic, der Direktorin der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) in Bosnien und Herzegowina, ein Mandatsschreiben, das den Startschuss für die Sanierung eines Straßenbahndepots in Sarajevo geben soll. Das Dokument ermächtigt die EBRD, im Namen des zuständigen Ministeriums die nötigen Schritte einzuleiten – ein im Finanz- und Rechtswesen gängiges Instrument.

Gleichzeitig wurde ein Zuschuss für die Ausarbeitung einer Konzeptlösung unterzeichnet, der aus Mitteln der österreichischen Bundesregierung finanziert wird. Der österreichische Botschafter in Bosnien und Herzegowina, Georg Diwald, war bei der Unterzeichnung zugegen.

Depot bleibt erhalten

Minister Steta unterstrich, dass die Modernisierung des Depots unmittelbare Auswirkungen auf den Alltag der Fahrgäste haben werde: Die Wartung der Straßenbahnen soll verbessert, der Betrieb effizienter gestaltet und das Angebot für die Bevölkerung spürbar optimiert werden. Zugleich stellte er klar, dass der bestehende Standort der sogenannten Remiza – zu der das Straßenbahndepot gehört – erhalten bleibt, das Areal aber vollständig umgestaltet und auf den neuesten Stand gebracht wird.

Umfassende Investitionsoffensive

„Dieses Projekt wird wie viele frühere Vorhaben mit Unterstützung der EBRD realisiert – doch unsere Zusammenarbeit mit Österreich erhält dadurch eine zusätzliche Dimension. Österreich hat die Bedeutung eines funktionierenden öffentlichen Verkehrs längst erkannt“, betonte Steta. Er verwies darauf, dass die Depotmodernisierung in eine umfassendere Investitionsoffensive eingebettet ist: Bereits abgeschlossen wurde die Rekonstruktion der Straßenbahnstrecke von Ilidža bis Marijin Dvor, 25 neue Straßenbahnen wurden beschafft, und der Bau der Linie nach Hrasnica ist ebenfalls in Planung.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen