Hightech trifft Herzmedizin: Im Weinviertel schützt jetzt ein Schwerelosigkeitssystem das Personal – und rettet gleichzeitig Leben.
Am Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf wurde eine neue Herzkatheter-Anlage in Betrieb genommen, die mit einem sogenannten „Zero Gravity-System“ ausgestattet ist – einer an der Decke befestigten Bleischürze, die das medizinische Personal wirksam vor Strahlenbelastung schützt und gleichzeitig orthopädische Entlastung bietet. Ergänzt wird die Anlage durch eine Touchscreen-Bedienung sowie eine hochwertige Bildgebungstechnologie. Die bisherige Anlage wurde nach zwölf Jahren Laufzeit innerhalb von rund sechs Wochen Umbauzeit ersetzt, die Gesamtkosten des Austauschs belaufen sich auf rund 920.000 Euro.
Stimmen zur Investition
Landesrat Anton Kasser betonte die Bedeutung der Investition für die gesamte Region: „Mit dieser hochmodernen Herzkatheter-Anlage wird die interventionelle Kardiologie am Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf auf ein neues Niveau gehoben, davon profitieren unsere Patientinnen und Patienten aus dem gesamten Weinviertel.“ LGA-Vorstand Bernhard Kadlec verwies auf den doppelten Nutzen der Maßnahme: „Moderne Medizintechnik und innovative Strahlenschutzmaßnahmen erhöhen gleichzeitig die Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“
Technik trifft Betreuung
Dr. Thomas Gremmel, der die Kardiologieabteilung leitet, hob hervor, dass der technologische Fortschritt nicht auf Kosten der menschlichen Zuwendung gehe: „Moderne Technik verbindet sich bei diesem Projekt mit unserer bewährten persönlichen Betreuung, die von Erfahrung, Einfühlungsvermögen und Vertrauen geprägt ist.“ Mit dieser Verbindung aus medizinischer Innovation und individueller Patientenbegleitung soll der Versorgungsstandard des Klinikums nachhaltig gestärkt werden.